Tech-Werte: Gute Chancen bei schnell wachsenden disruptiven Unternehmen

  • Richard Clarke-Jervoise
  • ODDO BHF AM

FRANKFURT – 2023 war für börsennotierte Technologieunternehmen ein gutes Jahr, wie Richard Clarke-Jervoise von ODDO BHF AM betont, was hauptsächlich auf den Erfolgen der „Magnificent Seven“ basierte. Vor allem aber ist er auch weiterhin optimistisch für börsennotierte und private Technologieunternehmen.

Ab hier folgt die Mitteilung der Gesellschaft:

Neue Generation von 1-Billion-Dollar-Konzernen

„Wir glauben, dass Technologien in immer größerem Umfang für Innovationen und Wandel sorgen und dass die jüngsten Entwicklungen in Bereichen wie Künstliche Intelligenz und Quantencomputer zu einer neuen Generation von Tech-Giganten führen werden. Wir glauben insbesondere, dass die Voraussetzungen für die Entstehung einer neuen Generation von 1-Billion-Dollar-Konzernen gegeben sind, die viele der vor 20 bis 30 Jahren gegründeten Unternehmen herausfordern dürften“, sagt Richard Clarke-Jervoise, Managing Partner ODDO BHF Private Equity, Venture Capital. Für Anleger mit langfristigem Kapital sei es angesichts des verbesserten Investitionsumfelds jetzt ein guter Moment, Portfolios mit schnell wachsenden disruptiven Unternehmen zu sehr günstigen Bedingungen aufzubauen.

Liquidität lautet das Zauberwort

Auf die Begeisterung während der Corona-Zeit und dem Anstieg der Zinssätze folgte Clarke-Jervoise zufolge ein Bruch – und die Rückkehr zur Normalität mit niedrigeren Bewertungen, verbesserten Investitionsbedingungen und dem Fokus auf Kapitaleffizienz und rentablem Wachstum. Noch wichtiger sei, dass es wieder eine natürliche Auslese gebe und nur die besten Unternehmen Kapital erhielten.

Zusätzlich zu diesem verbesserten Umfeld sehen die Experten von ODDO BHF eine Chance, die von den meisten Investoren übersehen wurde: Der Erwerb von Beteiligungen an Startups und Technologiefonds am Sekundärmarkt. „Der einzige Indikator für private Technologieunternehmen, der sich noch nicht stabilisiert hat, ist die Liquidität, die Investoren durch Verkauf oder Ausstieg aus diesen Unternehmen zur Verfügung steht. Dies ist ein Ergebnis der langen Pause am IPO-Markt sowie der gedämpften Entwicklung bei Fusionen und Übernahmen. Als Folge davon verharren Ausschüttungen für Technologieanleger auf einem historischen Tiefstand“, so Clarke-Jervoise.

Attraktiver Sekundärmarkt

Investoren hätten sich daher nach alternativen Quellen zur Generierung von Liquidität umgeschaut. Als ohne weiteres verfügbare Quelle für Liquidität bot sich der Sekundärmarkt an, auf dem eine begrenzte Anzahl Sekundärkäufer aktiv sind. „In Anbetracht des Ungleichgewichts zwischen verfügbarem Kapital und der zunehmenden Nachfrage von Investoren nach Liquidität waren die Preise für Technologie-Sekundärgeschäfte mit Abschlägen von 30 bis 50% sehr günstig“, so der Experte von ODDO BHF.

Weitere Gründe für Abschläge waren die Unsicherheit über die Preisentwicklung der Unternehmen sowie die Furcht vor Liquiditätsengpässen. Diese Faktoren haben es Sekundärkäufern ermöglicht, direkte oder indirekte Beteiligungen an einigen der weltweit führenden Technologieunternehmen zu einem Bruchteil ihrer aktuellen Bewertung zu erwerben. Dies bietet die Aussicht auf hohe Renditen und relativ kurze Haltezeiten.

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