Sorgen um US-Wirtschaft belasten die Märkte
- Guy Stear
- Leiter Developed Markets Strategy
- Amundi Investment Institute
FRANKFURT – Der überraschend heftige Kurseinbruch an den globalen Aktienmärkten hat die Anleger geschockt. Guy Stear, Leiter des Bereichs Developed Markets Strategy beim Amundi Investment Institute, bewertet den Abschwung und die Folgen für die Anleger.
Ab hier folgt die Mitteilung der Gesellschaft:
„Marktumschwung:
Der japanische Topix-Index verzeichnete an einem Tag den stärksten Rückgang seit mehr als drei Jahrzehnten. Auch europäische und US-amerikanische Aktien fielen, während die Anleiherenditen den Anstieg vom Jahresanfang wieder aufholten. Enttäuschung über die Gewinne im Technologiesektor, Sorgen über die US-Wirtschaft und steigende geopolitische Risiken trugen zu dieser Entwicklung bei.
Makroökonomischer Hintergrund:
Die Arbeitsmarktdaten vom Juli deuten auf eine Verlangsamung der US-Wirtschaft hin. In Verbindung mit einem günstigeren Inflationsbild in einem restriktiven Zinsumfeld werden die Zentralbanken die Zinsen wahrscheinlich schneller senken müssen, als sie es geplant hatten. Die Marktvolatilität könnte den Zeitpunkt der Senkungen beeinflussen, doch dürften die soliden Bilanzen der Unternehmen und Haushalte sowie die proaktiven Maßnahmen der Zentralbanken zu einer geordneten Verlangsamung beitragen.
Auswirkungen auf Investitionen:
Ein sprunghafter Anstieg der Volatilität könnte es rechtfertigen, das Risikoengagement vorsichtshalber zu reduzieren, doch könnten die Maßnahmen Chancen in den Industrieländern eröffnen, insbesondere bei Aktien. Staatsanleihen erscheinen nach den jüngsten Bewegungen weniger attraktiv, während die Aussichten für Unternehmensanleihen gemischt sind, wobei Investment-Grade-Kredite gegenüber dem Hochzinssegment bevorzugt werden.“
