Private Markets Investment Outlook: Klein, aber fein

  • Dr. Nils Rode
  • Schroders Capital

MÜNCHEN – Angesichts der anhaltenden Unsicherheit durch Handels- und geopolitische Spannungen ist das Rendite- und Resilienzpotenzial der Privatmärkte für Anleger heute wertvoller denn je, sagt Dr. Nils Rode, CIO bei Schroders Capital. Dennoch bleiben Selektivität und Diversifizierung von entscheidender Bedeutung.

Angesichts der bestehenden Handels- und geopolitischen Herausforderungen sei das Potenzial von Private Markets, Anlegern bei der Bewältigung der vorherrschenden globalen Unsicherheit zu helfen, wohl wichtiger denn je, betont Dr. Nils Rode, CIO bei Schroders Capital. Dies gelte insbesondere angesichts einer seit nunmehr vier Jahren anhaltenden allgemeinen Abschwächung der Privatmärkte, was die Bewertungen und Renditen sowohl absolut als auch relativ gesehen attraktiv mache. Zudem würden sich in verschiedenen privaten Anlageklassen konkrete Chancen bieten, die Diversifizierung, Widerstandsfähigkeit und Renditen von Portfolios zu verbessern.

Private Equity: Klein, aber fein

„Im Bereich Private Equity sehen wir einen Fokus auf transformatives Wachstum, lokale Unternehmen und multipolare Innovation – das heißt Innovationen, die an mehreren Standorten auf der ganzen Welt stattfinden und sich oft gegenseitig ergänzen – als eine Möglichkeit, Unsicherheiten zu bewältigen“, sagt Rode.

Konkret seien das kleine und mittlere Übernahmen, GP-geführte Secondaries und Early-Stage-Venture-Capital als Strategien, die Zugang zu den miteinander verknüpften Trends bieten und im aktuellen Umfeld besonders attraktiv und widerstandsfähig aussehen.

Kleine und mittlere Übernahmen: Der „Resilienz-Motor“ von Private Equity

Kleine und mittlere Übernahmen sind nach wie vor die wichtigste Quelle für die Widerstandsfähigkeit eines Private-Equity-Portfolios, wie Rode betont, da sie attraktive Einstiegsbewertungen mit operativer Flexibilität, einem defensiven Ertragsprofil und weniger zyklischen Ausstiegswegen verbinden.

Die durchschnittlichen Kaufpreismultiplikatoren für diese Transaktionen liegen bei etwa dem 7,7-fachen EV/EBITDA und damit mehr als 40 % unter dem Niveau vergleichbarer börsennotierter Unternehmen, was einen erheblichen Spielraum für die Wertschöpfung schaffe. In diesem Zusammenhang sei auch zu erwähnen, dass kleinere Übernahmen in der Regel nur eine moderate Fremdkapitalquote aufweisen.

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