Neue Umfrage: Vermögensverwalter trotz Risiken für 2025 positiv gestimmt
FRANKFURT – Nach Einschätzung von Vermögensverwaltern in Deutschland wird sich die Weltwirtschaft 2025 positiv entwickeln. Laut aktueller Umfrage von Universal Investment wird für Asien, insbesondere für China, mit einer florierenden Wirtschaft gerechnet. Europa und Deutschland dagegen stehen demnach vor einer Rezession oder Stagnation.
Ab hier folgt die Mitteilung der Gesellschaft:
Entgegen der Meinung einiger Experten sieht eine deutliche Mehrheit der rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der jährlichen Vermögensverwalter-Umfrage von Universal Investment einen Aufschwung in den USA voraus. Für Asien, insbesondere für China rechnen sie mit einer florierenden Wirtschaft. Europa und Deutschland dagegen stehen nach Einschätzung der Vermögensverwalter vor einer Rezession oder Stagnation.
Grafik 1: Wirtschaftlicher Ausblick auf verschiedene Regionen

Investmentrisiken sehen die Umfrageteilnehmer vor allem in der politischen Großwetterlage: 87 Prozent der Befragten betrachten geopolitische Spannungen als größte Gefahr für die Kapitalmärkte. Auf Platz zwei folgen Kriege und Terroranschlägen (54 Prozent) und auf Platz drei – trotz der positiven Entwicklung in diesem Jahr - die Inflation mit knapp 46 Prozent.
Grafik 2: Größte Gefahren für Investoren 2025

Regulatorische Risiken wiederum machen den Profis weit mehr Sorgen als die weitere Zinspolitik der führenden Zentralbanken. Der Klimawandel befindet sich mit 17 Prozent auf dem vorletzten Platz, knapp dahinter folgen Lieferkettenprobleme.
Klare Vorstellungen haben die Vermögensverwalter zudem im Hinblick auf die Anlageklassen und Regionen, die sie Investoren für 2025 empfehlen: Industrieländer gewichten sie deutlich über – Aktien mit einem Anteil von mehr als 43 Prozent, Renten mit einer Allokation von fast 22 Prozent. Aktien aus Schwellenländern dagegen machen nur knapp 10 Prozent aus, Renten aus diesen Regionen nur etwas über 5 Prozent. Immobilien werden mit 5,5 Prozent berücksichtigt. Recht hoch ist im Vergleich dazu der Anteil von Gold & Edelmetallen mit 7,7 Prozent. Alternative Investments machen in der Gesamtallokation etwas über 4 Prozent aus.
USA von Europa
In der Länderallokation stehen die USA mit 45 Prozent ganz oben auf der Investmentliste. Europa folgt mit 30 Prozent, Asien ohne China mit 6,7 Prozent. Obwohl so viele Teilnehmende China ein starkes Wachstum zutrauen, ist die Gewichtung mit 3,8 Prozent nicht sehr hoch – und liegt deutlich unter derjenigen Japans mit 5,5 Prozent.
Weitere Zinssenkungen scheinen für das nächste Jahr gedanklich bereits eingeplant. Zwischen 71 Prozent und 78 Prozent aller Umfrageteilnehmer sagen 2025 für die Federal Reserve, die Europäische Zentralbank und die Bank of England niedrigere Zinsen voraus. Einziger Ausreißer ist Japan, wo eine deutliche Mehrheit einen leichten Zinsanstieg erwartet. Weil erstmals eine Koalition in Japan regiert, könnte sich möglicherweise die Geldpolitik des Landes etwas ändern und neue Impulse setzen.
Grafik 3: Favorisierte Anlegerthemen 2025

