Liquid Alternatives 2025: Comeback gelungen

  • Ralf Lochmüller
  • Lupus alpha

FRANKFURT – Liquid Alternatives haben 2025 ihr Comeback bestätigt und 26,4 Milliarden Euro an Nettozuflüssen verzeichnet. Getrieben wurde diese Entwicklung vor allem von Fixed‑Income‑Strategien, wie Ralf Lochmüller, CEO von Lupus alpha, betont. Laut einer aktuellen Studie seines Hauses lag die durchschnittliche Rendite über alle Fonds bei 1,99% – wobei der stark gefallene US‑Dollar die Ergebnisse spürbar belastete.

„In den vergangenen zwei Jahren ist das Anlegerinteresse an Liquid Alternatives Schritt für Schritt zurückgekehrt“, sagt Ralf Lochmüller, Gründungspartner und CEO von Lupus alpha. Bereits seit dem zweiten Halbjahr 2024 habe das Segment wieder deutlich positive Nettomittelzuflüsse verzeichnet, was 2025 deutlich an Dynamik gewann. Im ersten Halbjahr flossen 6,9 Milliarden Euro neu in Liquid Alternatives, im weiteren Jahresverlauf beschleunigten sich die Zuflüsse um noch einmal 19,5 Milliarden Euro. Laut der aktuellen Liquid-Alternatives-Studie von Lupus alpha, die auf Daten des Analysehauses LSEG Lipper basiert, verzeichneten zehn der 15 Strategien der Anlageklasse bis Jahresende Nettozuflüsse, was Lochmüller als ein weiteres Indiz für die Breite der Nachfrage wertet. Zu den größten Profiteuren zählten mit Nettomittelzuflüssen von zusammen 16,4 Milliarden Euro die beiden Fixed-Income-Strategien „Absolute Return Bond“ und „Alternative Credit Focus“.

Gewachsenes Interesse

Als Auslöser für das Comeback der Liquid Alternatives sieht Lochmüller das wieder gewachsene Vertrauen privater und institutioneller Investoren in das Anlegesegment: „Die hohen Nettozuflüsse zeigen, dass Anleger Liquid Alternatives als strategischen Baustein nutzen, um ihre Portfolios robuster aufzustellen – mit eigenständigen Ertragsquellen jenseits der traditionellen Anlageklassen.“ Dabei seien Fixed-Income-Strategien mit hoher Kontrolle über die Downside bevorzugt worden.

Positive Performance

Mit einer Performance von im Durchschnitt 1,99% lagen Liquid Alternatives vor Euro‑Staatsanleihen und deutlich hinter den Aktienmärkten, wie die Studie beschreibt. Dabei war das Kapitalmarktjahr geprägt von einem äußerst schwachen US‑Dollar – der Euro wertete gegenüber der US-Währung um 13,4% auf, was sich auf Fonds mit globaler Ausrichtung, wie bei Liquid Alternatives häufig der Fall, stark negativ auswirkte. Sofern Anleger diesen Effekt vermeiden wollen, müssen sie auf Strategien mit Euro-Fokus oder Währungsabsicherung setzen, wie Lochmüller rät.

Gestreutes Risiko

Was die Lupus-alpha-Studie auch zeigt, ist, dass Liquid Alternatives auf der Risikoseite ihre diversifizierende Wirkung bestätigten. So hätten die meisten Strategien ihre maximalen Verluste klar unterhalb eines Investments in Aktien halten können. Beispielsweise verzeichnete der MSCI World im Zuge des sogenannten Liberation Day im ersten Halbjahr einen Rücksetzer von –17,06%. Fast allen Liquid-Alternatives-Strategien gelang es hingegen, ihre Maximalverluste deutlich geringer zu halten – mit Ausnahme der gehebelten Strategien und der Kategorie „Alternative Cryptocurrency“.

„Viele Strategien wirken als stabilisierendes Element und tragen zur Glättung der Wertentwicklung im Gesamtportfolio bei, indem sie ausgeprägte Kursverluste effektiv dämpfen und die Volatilität reduzieren“, zieht Michael Lichter, Head of Product Management bei Lupus alpha, ein Fazit. „Gerade auch in ausgeprägten Stressphasen wie in den Jahren 2020 und 2022 konnten Liquid Alternatives ihre Drawdowns im Vergleich zu einem globalen Aktieninvestment deutlich begrenzen.“

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