Invest in Visions bringt Infrastruktur-ELTIF für Subsahara-Afrika
- Edda Schröder
- Invest in Visions
MÜNCHEN – „Mit Sonnenenergie Rendite tanken“, lautet das Motto des neuen Infrastruktur-ELTIF, den Invest in Visions aufgelegt hat. Dies sei für Privatanleger die erste Möglichkeit, in dieser Region ohne Mindestanlagesumme in Private Markets zu investieren, sagt IIV-Gründerin Edda Schröder – mit attraktiven Renditechancen.
Ziel des neuen Fonds ist es, attraktive risikoadjustierte Renditen aus langfristigen Anlagen zu erzielen und zudem die grüne Transformation der Energieversorgung in der Zielregion Subsahara-Afrika zu fördern. Hierzu werden Darlehen an Unternehmen und Projekte vergeben, die auf dezentrale Photovoltaikanlagen spezialisiert sind.
„Der IIV Solar Electrification Debt ELTIF agiert als Brücke zwischen dem großen praktischen PV-Potenzial in Subsahara-Afrika und der derzeit noch fehlenden oder unzureichenden Stromversorgung“, formuliert es Edda Schröder. Die Geschäftsführerin der Invest in Visions GmbH will damit einerseits einen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels leisten und den Umweltschutz fördern, andererseits sollen möglichst auch die Lebensbedingungen vor Ort verbessert werden. Für die ersten Investitionen wurden nach Analyse des länderspezifischen Marktpotenzials sowie des jeweiligen Länderrisikos Kenia, Botswana, Ghana, die Elfenbeinküste und Ruanda ausgewählt.
Elektrifizierung in Subsahara-Afrika: Solar statt Diesel
Von den rund 685 Millionen Menschen, die weltweit keinen Zugang zu sauberer Energie haben, leben geschätzt mehr als 80 Prozent südlich der Sahara, so die Ausgangslage. Hinzu kommen viele weitere Haushalte und Unternehmen, die zwar an die staatliche Stromversorgung angeschlossen sind, aber von der chronischen Unzuverlässigkeit der nationalen Netze betroffen seien.
Andererseits liege die installierte Solarenergiekapazität trotz des hohen Potenzials für die Erzeugung von Solarenergie dort bei nur einem Prozent der globalen Kapazität. Stattdessen würden teure und umweltschädliche Dieselgeneratoren dominieren – rund 6,5 Millionen Einheiten seien in Betrieb. Das ist zugleich der Ansatzpunkt für den IIV-ELTIF: „Dezentrale Solaranlagen bieten eine kostengünstige, gesündere und nachhaltige Alternative“, sagt Schröder. Unternehmen könnten mit Hilfe privater Investitionen auf diesem Weg ihre Stromkosten um bis zu 40 Prozent senken.
Erheblicher Finanzbedarf für Energieprojekte
Das Erreichen der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen, der SDGs, werde nicht in Deutschland entschieden und auch nicht in Europa, sondern im Globalen Süden, wo die Defizite am größten sind, erklärt Dr. Moritz Isenmann, Senior Impact and Sustainability Manager bei Invest in Visions. Die Vereinten Nationen hätten den Bedarf für das Erreichen der SDGs in den Entwicklungs- und Schwellenländern zuletzt deutlich nach oben korrigieren müssen. So klaffe inzwischen eine jährliche Lücke von 4 Billionen US-Dollar, von denen rund 2,2 Billionen US-Dollar für die Transition zu einer klimaschonenden Energieversorgung fehlen würden, also für den Ausbau erneuerbarer Energien, für Elektrifizierung usw.
Kerndaten des Fonds
Der IIV Solar Electrification Debt ELTIF könne hier einen Beitrag leisten, CO2-Emissionen einzusparen und zudem Arbeitsplätze zu schaffen und das Wirtschaftswachstum zu unterstützen. Invest in Visions als Portfoliomanager wird vom AECF (Africa Enterprise Challenge Fund) als Investment Advisor unterstützt, einem Entwicklungsfinanzierer mit Hauptsitz in Kenia und lokaler Marktexpertise. Der ELTIF wurde in Zusammenarbeit mit der HANSAINVEST in Luxemburg als Artikel-9-Fonds mit unbegrenzter Laufzeit aufgelegt. Vorteile seien unter anderem eine geringe Korrelation zu anderen Anlageklassen und eine vergleichsweise geringe Volatilität. Die Zielrendite nach Abzug der Kosten betrage sieben bis acht Prozent in US-Dollar.
