Gute Aussichten für Multi-Asset-Strategien – vom Ende des Zinszyklus profitieren

  • Michael Schoenhaut
  • J.P. Morgan AM

FRANKFURT – „Ein derartiges Zusammenlaufen der Renditen von Aktien, Anleihen und den anderen Anlageklassen auf einem Niveau von 4 Prozent und mehr gab es seit fast 20 Jahren nicht“, sagt Michael Schoenhaut, Fondsmanager bei J.P. Morgan AM. Zum Ende des Zinszyklus böten sich sowohl Chancen im Anleihesegment als auch bei Dividendentiteln.

Ab hier folgt die Mitteilung der Gesellschaft:

Dass die Renditen vieler Anlageklassen die Höchststände der letzten Jahre erreichen, wird laut Michael Schoenhaut, Fondsmanager im Multi-Asset-Solutions-Team von J.P. Morgan Asset Management 2024 weiterhin für Rückenwind sorgen: „Ein solches Zusammenlaufen der Renditen von Aktien, Anleihen und den anderen Anlageklassen auf einem Niveau von 4 Prozent und mehr gab es seit fast 20 Jahren nicht“, unterstreicht der Income-Manager.

Gute Aussichten für Multi-Asset-Strategien

Die herausragenden Ertragsmöglichkeiten für ausschüttungs­orientierte Multi-Asset-Strategien zeigte sich bereits Ende des letzten Jahres, als die Brutto-Portfoliorendite des von ihm gemanagten Income-Klassikers JPMorgan Investment Funds – Global Income Fund mit mehr als 6 Prozent auf den höchsten Stand seit 10 Jahren kletterte. „Diese hohe Ausgangsrendite war historisch stets ein guter Indikator für eine weitere positive Wertentwicklung“, betont Schoenhaut.

Chancen zum Ende des Zinszyklus nutzen

Dass die Zentralbanken weltweit in den letzten beiden Jahren den aggressivsten Zinserhöhungszyklus seit über 40 Jahren durchgeführt haben, war auch in vielen Multi-Asset-Strategien zu spüren. Ende 2023 haben die Zentralbanken in den USA und Europa nun signalisiert, dass sie sich am Ende des aktuellen Straffungszyklus befinden. Die Märkte erwarten erste Zinssenkungen im Sommer 2024.

„Das Ausmaß der geldpolitischen Lockerung hängt von den Wachstums- und Inflationsergebnissen im Jahresverlauf ab. Die historischen Daten zeigen aber, dass für Anleihen nach dem Ende eines Zinserhöhungszyklus eine starke Performance zu erwarten ist“, erläutert Schoenhaut. Kombiniert mit den hohen Anfangsrenditen führt dies zu einem asymmetrischen Renditeprofil für ausschüttungsorientierte Anlegerinnen und Anleger. Sollten die Renditen in den nächsten zwölf Monaten weiter sinken, lässt sich vom aufgestauten Kurspotenzial profitieren. Gleichzeitig biete die derzeit hohe laufende Verzinsung der Portfolios ein gutes Polster. „Mit der attraktiven Rendite lässt sich entspannt auf die Zinswende warten – die Geduld lohnt sich“, weiß der langjährige Income-Manager Schoenhaut.

Zinsdynamik bietet auch Schub für Dividendentitel

Für Multi-Asset-Anlegerinnen und -Anleger ist es eine gute Nachricht, dass auch das Dividendensegment vom Ende eines Zinszyklus profitieren sollte. So gab es nach den vergangenen vier Zinserhöhungszyklen stets eine Outperformance der Dividendentitel. „Die Vergangenheit ist natürlich keine Garantie für die Entwicklung der Zukunft, aber für uns ist es ein positives Signal, dass sich die zugrunde liegende Dynamik, die die Wertentwicklung von Dividendenaktien antreibt, im Laufe der Zeit nicht wesentlich verändert hat“, unterstreicht der Fondsmanager.

Als Schnittstelle zwischen Substanz und Qualität sind Dividendenaktien in einem Umfeld hoher Realzinsen und mit einem sich verlangsamenden Wirtschaftswachstum typischerweise gut aufgestellt. Auch bieten Dividendenaktien einiges an Aufholpotenzial, sei es durch Bewertungsabschläge, Ertragsstabilität durch ihre robusten Geschäftsmodelle und nicht zuletzt inflationsbeständiges Wachstum.

Multi-Asset-Income – diversifiziert zum langfristigen Ertragsziel

Die mittel- bis langfristigen Chancen für Mischportfolios stellt auch Jakob Tanzmeister, Investment-Spezialist in der Multi-Asset-Solutions-Gruppe von J.P. Morgan Asset Management, heraus. Er weiß, dass aktuell Spareinlagen oder Tagesgelder mit einer attraktiven Verzinsung locken. Doch diese können vor allem langfristig nicht mit einem ertragsorientierten Multi-Asset-Portfolio mithalten.

„Nachdem die Zinssätze schnell gestiegen sind, mangelt es nicht an Ertragsmöglichkeiten in allen Anlageklassen. Und ja, die Renditen von Tagesgeld oder kurzfristigen Anleihen erscheinen sehr attraktiv. Mit einer Multi-Asset-Income-Strategie lässt sich jedoch unabhängig vom vorherrschenden Zinsniveau Ertrag plus Kapitalwachstum erzielen, das Tagesgeld übertreffen kann – und dies ist gerade für den langfristigen Anlageerfolg, etwa für die Altersvorsorge, immens wichtig“, erläutert er. So zeigt eine Berechnung, dass ein Mischportfolio über einen rollierenden Zeitraum von einem Jahr in mehr als 70 Prozent der Fälle Tagesgeld übertraf – sowohl in einem Niedrigzinsumfeld (74 Prozent der Zeiträume) als auch in einem Normalzinsumfeld (77 Prozent der Zeiträume). Die Übertragung dieser historischen Muster auf die Gegenwart dürfte bedeuten, dass die Aussichten für eine Multi-Asset-Income-Strategie weiterhin überzeugend sind und sich möglicherweise sogar verbessern.

Laut Tanzmeister gilt es, die Zyklizität der Tagesgeldzinsen und das höhere Reinvestitionsrisiko zu berücksichtigen, das mit kurzfristigen defensiven Anleihen verbunden ist. Darüber hinaus fehlt diesen Anlagen das Potenzial für Kapitalgewinne, wie dies bei Aktien oder etwas länger laufenden Anleihen der Fall ist. „Dies unterstreicht die Bedeutung der Kombination von laufenden Erträgen und dem Potenzial für Kapitalwachstum für Anlegerinnen und Anleger, wie es Multi-Asset-Income-Strategien bieten“, erläutert Tanzmeister.

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