Emerging Markets zurück auf dem Radar
- Sammy Suzuki
- AllianceBernstein
MÜNCHEN – Trotz zuletzt herausfordernden Zeiten rücken Emerging Markets wieder in den Fokus der Anleger, so Sammy Suzuki, Head - Emerging Markets Equities bei AllianceBernstein. Auslöser seien steigende Unternehmensgewinne und eine attraktive Langfrist-Entwicklung.
Aktien aus Schwellenländern sind stark ins Jahr 2025 gestartet. Dennoch halten sich viele Anleger noch zurück, wie Sammy Suzuki beobachtet hat. Sie hätten allzu gut in Erinnerung, dass die Schwellenländer im letzten Jahrzehnt mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatten.
Dem gegenüber würden die Fundamentaldaten von EM-Aktien dank steigender Gewinnprognosen an Dynamik gewinnen. Zudem stelle sich die Marktperformance in der längerfristigen Perspektive deutlich besser dar, als vielfach vermutet. Laut einer Analyse von AllianceBernstein konnten EM-Aktien seit 2001 ihre Pendants aus Industrieländern (DM) trotz Schwankungen übertreffen. Dies – gepaart mit den Tücken des Markttimings – mache es für Anleger riskant, fern zu bleiben – „insbesondere, wenn die Schwellenländer ihre jüngsten Gewinne halten können“, wie Suzuki betont.
Strategien zur Vertrauensgewinnung
Natürlich hätten nicht alle Anleger denselben Anlagehorizont, so der AllianceBernstein-Experte. Zudem würden Schwellenmärkte besondere Risiken bergen. Daher rät er zu einer Strategie, die darauf abzielt, Volatilität durch defensive Strategien und/oder die Konzentration auf hochwertige, profitable Unternehmen mit attraktiven Bewertungen auszugleichen. Sein Fazit: „Angesichts ihrer langfristigen Widerstandsfähigkeit und ihres erheblichen Alpha-Potenzials halten wir es für an der Zeit, dass Anleger, die möglicherweise unterinvestiert in EM-Aktien sind, diese genauer unter die Lupe nehmen.“
