Bargeld nicht mehr „King“ – Wie Anleger wieder in Anleihen investieren können

  • Colin Finlayson
  • Aegon AM

FRANKFURT – Anleger haben in den letzten Jahren eher wenig in Anleihen investiert, sondern zogen es vor, Cash zu halten, wie Colin Finlayson von Aegon AM beschreibt. In der Zeit niedriger bzw. steigender Anleiherenditen und hoher Einlagenzinsen sei dies durchaus sinnvoll gewesen. Nun sei dies aber nicht mehr der Fall.

Ab hier folgt der Marktkommentar von Colin Finlayson, Portfoliomanager bei Aegon Asset Management:

„Die Zinssätze haben ihren Höchststand erreicht, die Zentralbanken sind dabei, die Zinsen zu senken und die Einlagenzinsen werden ebenfalls sinken. Gleichzeitig befinden sich die Anleiherenditen wieder auf einem attraktiven Niveau und bieten die Möglichkeit, sowohl Erträge als auch Kapitalzuwachs zu erzielen. Für Anleger mit einer Übergewichtung von Barmitteln und einer Untergewichtung von festverzinslichen Wertpapieren ist es jetzt an der Zeit, dies zu überdenken

Die Frage ist, wie Anleger am besten wieder in den Anleihemarkt investieren können. Angesichts der Unsicherheit und Volatilität an den Finanzmärkten kann die Entscheidung, in welchen Bereich des Anleihemarktes man investieren soll, schwierig sein.

Schlüsselmerkmale berücksichtigen

Anleger sollten eine Reihe von Schlüsselmerkmalen berücksichtigen. Investments sollten im gesamten Anleiheuniversum stattfinden und das Zinsrisiko aktiv gemanagt werden. So kann das vorhandene Aufwärtspotenzial genutzt und gleichzeitig die Risiken, die der Anleihemarkt mit sich bringt, besser ausgeglichen werden.  Zudem kann eine aktive Allokation in den Kernanlageklassen Staatsanleihen, Investment-Grade-Anleihen, hochverzinsliche Anleihen und Schwellenländeranleihen vorgenommen werden, um die besten Renditechancen zu nutzen – durch die Konzentration auf die liquideren Teile des Anleihenmarktes können Chancen dynamisch wahrgenommen und Risiken gesteuert werden.

Aktive Steuerung des Durationsrisikos

Ein weiteres wichtiges Merkmal ist die aktive Steuerung des Durationsrisikos. Mit einer Duration von 0 bis 10 Jahren verfügt der Fonds nicht nur über die nötige Flexibilität, um Chancen an den Rentenmärkten zu nutzen, sondern auch über die Fähigkeit, sie zu schützen, wenn sich die Marktbedingungen ändern. Wir sind der Ansicht, dass dies mit Blick auf die Zukunft von entscheidender Bedeutung sein wird, da die Zinssätze sinken und die Anleger nach Lösungen suchen, die stärker auf die Duration ausgerichtet sind. Ein Wechsel hin zu einem höheren (oder niedrigeren) Durationsrisiko kann sich in diesem Fonds aufgrund des aktiven Einsatzes des Durationsrisikos während des gesamten Zyklus widerspiegeln.

Das Potenzial der Anleihenmärkte ausschöpfen

Wenn Anleger wieder in Anleihen investieren, sollten sie eine Strategie bevorzugen, die mit den sich ändernden Marktbedingungen flexibel umgeht. Durch ein diversifiziertes Spektrum an Alpha-Quellen und durch den Wechsel von Top-Down-Renditetreibern zu Bottom-Up-Faktoren über den Zyklus hinweg kann das Potenzial der Anleihenmärkte ausgeschöpft werden. Dieser Ansatz wird in der kommenden Zeit von entscheidender Bedeutung sein.“

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