Aufschwung an den globalen Aktienmärkten stimmt optimistisch

  • Dr. Eduard Baitinger
  • FERI AG

FRANKFURT – „Die globalen Aktienmärkte haben nach zwischenzeitlichen Korrekturen eine beeindruckende Wende vollzogen und neue Allzeithochs erreicht“, sagt Dr. Eduard Baitinger von der FERI AG. Vor allem aber würden die aktuellen Entwicklungen darauf hinweisen, „dass die relative Stärke der Aktienmärkte andauern könnte“.

Ab hier folgt der Marktkommentar von Dr. Eduard Baitinger, Leiter Asset Allocation der FERI AG:

„Ausschlaggebend für die jüngste Markterholung waren zwei Faktoren: Erstens wurden die geopolitischen Risiken rasch ausgepreist, nachdem feststand, dass zumindest gegenwärtig weder der Iran noch Israel ein Interesse an einer militärischen Eskalation haben.

Zweitens hat der Zinsdruck an den Märkten spürbar nachgelassen. Weniger neue Stellen als erwartet, sowie ein scheinbar schwächerer Inflationsdruck in den USA sorgten für einen Rückgang der Zinsen, da die Marktteilnehmer nun auf mehr Leitzinssenkungen seitens der Fed in diesem Jahr spekulieren.

Bei genauerer Analyse der Daten bleibt die hohe Kerninflationsrate in den USA jedoch ein Problem. Derzeit ist nicht zu erkennen, dass der Preisdruck dort schnell und spürbar nachlässt. Zinssenkungen der Fed im September sind damit alles andere als sicher. Dennoch haben sich die Aktienmärkte deutlich erholt und eine positive Dynamik entwickelt, die voraussichtlich auch mittelfristig anhalten dürfte.

Europa und China zeigen Stärke

Zuletzt zeigten sich auch die Märkte abseits der USA in guter Verfassung. Europäische Aktien ziehen Vorteile aus einem deutlichen Bewertungsabschlag im Vergleich zu den sehr teuren US-Aktien und einer verbesserten globalen Handels- und Industrielage. Zudem profitieren die europäischen Banken, die eine hohe Gewichtung in den wichtigsten europäischen Aktienindizes aufweisen, von den höheren Zinsniveaus.

Auch chinesische Börsen erleben derzeit eine Renaissance. Die chinesische Führung ist bemüht, den heimischen Aktienmarkt durch Käufe in Milliardenhöhe zu stabilisieren. Auch das Ausbleiben einer Wirtschaftskrise in China hat an den Märkten für Euphorie gesorgt. In Folge konnte der wichtige Hang Seng Index in wenigen Wochen den schwachen Jahresauftakt wettmachen und zeigt sich auf Jahressicht gleichauf mit den anderen großen globalen Indizes.

Insgesamt deuten die aktuellen Entwicklungen darauf hin, dass die relative Stärke dieser Aktienmärkte trotz bestehender Unsicherheiten andauern könnte.“

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