Auf den Blickwinkel achten!
- Joachim Althof
- Hedgework
Die Fußball-Europameisterschaft führt uns vor Augen, wie stark Menschen von Emotionen bewegt werden und zu – für neutrale Beobachter – erstaunlichen Äußerungen und Reaktionen verleiten lassen. An den Kapitalmärkten geht es zugegebenermaßen in vielen Segmenten derzeit nicht viel anders zu. Für den Aufstieg der Nvidia-Aktie scheint kein Superlativ groß genug zu sein, sowohl bei Analysten-Kommentaren wie auch in der medialen Begleitung. Das andere Extrem: Der Begriff „Immobilie“ wird anscheinend nur noch zusammen mit „Krise“ genannt. Ähnliche, auf diese Weise verkürzte Einschätzungen spiegeln mit Sicherheit nicht die komplexe und schwer einzuschätzende Lage wider, mit denen sich Investoren konfrontiert sehen – zwischen Zinswende, US-Wahl und drohendem Handelskrieg, um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Ein sehr gutes Beispiel, welche Chancen eine differenzierte Betrachtung bietet, ist die Anlageklasse der CLOs, kurz für Collateralized Loan Obligations. Paavo Bartsch von CIS Asset Management beschreibt im Interview mit Hedgework, warum diese strukturierten Finanzinstrumente, die aus einem aktiv bewirtschafteten Portfolio von Unternehmenskrediten bestehen, sich aktuell großer Nachfrage von Investoren erfreuen – und eben nicht mit CDOs verwechselt werden sollten, die in der Finanzkrise für hohe Verluste gesorgt hatten. Mehr dazu lesen Sie hier.
Einen weiteren Blickwinkel auf alternative Investments bietet Mark Ritter, Portfoliomanager bei Lupus Alpha, in seinem Hedgework-Talk Podcast. Obwohl sie von vielen als exotisch angesehen werden, zeigen Volatilitätsstrategien ein deutlich erhöhtes Renditepotenzial, dank höherem Zinsniveau und einer gestiegenen Vola-Risikoprämie. Den Podcast finden Sie hier.
Ich würde mich freuen, wenn wir uns beim nächsten Hedgework am 2. Juli in Frankfurt wiedersehen. Bis dahin wünsche ich uns allen emotionale Fußballspiele und besonnene Anlageentscheidungen.
Bleiben Sie diversifiziert!
Ihr Joachim Althof
