Absolute-Return-Strategien gewinnen in volatilen Märkten an Bedeutung

  • Nicolas Walewski
  • Alken AM

FRANKFURT – „Die europäischen Aktienmärkte zeigen sich weiterhin robust“, sagt Nicolas Walewski von Alken AM – auch wenn politische Unsicherheiten und neue handelspolitische Spannungen das Umfeld prägen. Vor diesem Hintergrund rücken flexible Anlagestrategien wie etwa Absolute-Return-Ansätze in den Fokus. Sie bieten aus seiner Sicht ein attraktives Profil aus Rendite und Risikokontrolle.

„In einem Umfeld erhöhter Unsicherheit ist aktives Risikomanagement entscheidend“, betont Nicolas Walewski, Gründer und CIO von Alken Asset Management. Entsprechend spiegele die Reduktion der Marktexponierung die selektivere Positionierung seines Hauses wider. So wurde beispielsweise beim Alken Fund Absolute Return Europe die Nettoaktienquote deutlich reduziert, von über 50 % im Dezember 2025 auf aktuell rund 35 %, wie Walewski berichtet. Insofern liegt der Fonds seit Jahresbeginn im Plus.

Auch über einen längeren Zeitraum zeige die Strategie ihre Stärken: „Über die vergangenen zwölf Monate konnte bei einer Volatilität von rund 9 %, ein etwa halb so hoher Wert wie der des europäischen Aktienmarkts, eine Rendite von rund 21 % erzielt werden.“ Damit sei es gelungen, aktienähnliche Erträge mit deutlich reduziertem Risiko zu kombinieren.

Uneinheitliche Märkte bieten Chancen für aktive Investoren

Vorausschauend prognostiziert der Asset Manager, dass die Entwicklung innerhalb der europäischen Märkte heterogen bleiben wird. Während insbesondere Immobilien und Kommunikationsdienstleister von steigenden Investitionen in KI-Infrastruktur profitieren sollten, dürften sich andere Bereiche weiterhin schwächer zeigen. „Diese zunehmende Spreizung schafft ein Umfeld, in dem gezielte Einzeltitelauswahl an Bedeutung gewinnt.“

Auf Unternehmensebene hätten vor allem Titel mit strukturellem Wachstum überzeugt. Unternehmen aus den Bereichen Verteidigung und Halbleitertechnologie etwa, die von steigender Nachfrage und verbesserten Geschäftsaussichten profitierten. Gleichzeitig führten unternehmensspezifische Faktoren, etwa Veränderungen im Management oder Anpassungen der Kapitalpolitik, bei einzelnen Finanzwerten zu deutlichen Kursbewegungen.

KI als zentraler Treiber, auch abseits der Marktführer

Ein zentrales Thema bleibe nach Walewskis Einschätzung die fortschreitende Verbreitung künstlicher Intelligenz. Während sich die Aufmerksamkeit lange auf große Technologiekonzerne konzentrierte, würden zunehmend Chancen entlang der gesamten Wertschöpfungskette entstehen. „Der Ausbau von KI-Infrastruktur erfordert erhebliche Investitionen in physische Anlagen und eröffnet damit auch in klassischen Industrien neue Wachstumsperspektiven“, erklärt der Experte.

Demgegenüber würden geopolitische Entwicklungen, insbesondere im Nahen Osten, weiterhin für Unsicherheit sorgen, wie er einräumt. Dennoch schätzt er das Risiko einer tiefen Rezession aktuell als begrenzt ein. Die Kombination aus moderatem Wachstum, strukturellen Innovationsthemen und politischer Volatilität spricht aus seiner Sicht für einen aktiven und flexiblen Investmentansatz.

Absolute Return als stabilisierender Baustein

Vor dem Hintergrund schwankungsanfälliger Märkte gewinnen nach Ansicht von Alken Fund Strategien mit klarem Fokus auf Kapitalerhalt und risikoadjustierte Renditen weiter an Bedeutung. In diesem Spannungsfeld positioniere sich der Alken Fund Absolute Return Europe, in dem er selektive Aktieninvestments mit einer aktiven Steuerung der Marktexponierung kombiniert.

„Die Märkte bieten weiterhin Chancen, aber sie verlangen ein hohes Maß an Disziplin und Flexibilität. Genau hier sehen wir unsere Stärke“, so Walewski abschließend.

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