5. Hedgework-Talk: „Wir haben eine Community, die dazu beiträgt, dass wir noch bessere Investoren werden“

Wie startet man einen erfolgreichen Fonds für digitale Vorreiter? Baki Irmak, Initiator des Digital Leaders Fund, spricht mit Hedgework-Gastgeber Uwe Lill über Unterschiede zu klassischen Fondsgesellschaften, die Bedeutung einer Investoren-Community und darüber, warum der Digital Leaders Fund kein Technologie-Fonds ist.

Nachfolgend finden Sie eine Zusammenfassung des Podcasts:

Uwe Lill: Liebe Hedgeworkerinnen und Hedgeworker, ich begrüße Sie ganz herzlich zum fünften Hedgework-Talk heute mit Baki Irmak von The Digital Leaders Fund. Baki und ich, wir kennen uns schon lange und Baki hat eine klassische Karriere hier am Finanzplatz Frankfurt hinter sich. Er hat angefangen als Fondsmanager bei BHF, bei Commerzbank, bei ABN Amro, ist dann zur DWS gegangen. In anderen Funktionen hat er lange Kommunikation gemacht, ist dann in den Deutsche Bank Konzern gewechselt. Ja und dann hat er vor etwas über drei Jahren gesagt Ich mach mal was anderes. Ich gründe mal einen eigenen Fonds mit einem Co-Founder zusammen mit Stefan Waldhauser. Baki, wie seid ihr beiden auf die Idee gekommen, einen Fonds zu gründen?

Baki Irmak: Ja Hallo Uwe. Die Idee mit dem Fonds, die hatte ich eigentlich schon sehr früh entwickelt. Ich hatte mehrere Fluchtversuche eigentlich von der Deutschen Bank schon unternommen. Ja, ein einer dieser in einer der Fluchtversuche war ungefähr das Jahr 2009. Da saßen wir bei Herrn Kaldemorgen im Wohnzimmer und es war noch ein, zwei andere Fondsmanager, der DWS dabei. Und wir haben darüber diskutiert, ob wir nicht eventuell rausgehen sollten und eine Fondsboutique gründen sollten. Ja, das sind die Dinge anders gekommen. 2012 wurde ja die Deutsche Asset & Wealth Management gegründet. 2014 hab ich dann ja das ganze Thema Digital Business, also die digitale Transformation für die Deutsche Asset & Wealth Management übernommen. Und das war eine total spannende Zeit. Wir haben da relativ viele interessante Personen kennengelernt, viele Projekte angestoßen, ins Readyness investiert hinsichtlich Digitalisierung. Die erste digitale Fabrik in London aufgemacht und so weiter und so fort. Aber vor allem gab's ein Ereignis, was für mich eigentlich total spannend war. Wir haben uns im Frühjahr 2015 mit ein paar Vorständen der Deutschen Bank und paar digitale Experten und einigen sehr interessanten Persönlichkeiten aus der digitalen Welt zwei Tage lang eingeschlossen im Silicon Valley und haben das ganze Thema Digitale Transformation, digitale Strategien und den und die Erfolgstreiber in der Digitalisierung diskutiert.

Also man muss sich vorstellen Ron Gula, einer der Pioniere in chinesische digitale Unternehmen, also Venture Venture Fund. Da war Paul Maritz dabei. Das war die Nummer drei hinter Bill Gates und Steve Ballmer bei Microsoft, dann Gründer von Pivotal. Dabei war auch Greg Schott, der CEO von MuleSoft. Und Saeed Amidi, CEO von Plug and Play und Vishal Sikka, der Gründer von Hana und Impulsives. Und man muss sich vorstellen, da sind alles ja zum Teil Milliardäre, alles gestandene Unternehmer. Und die haben sich zwei Tage lang Zeit genommen und mit uns das ganze Thema durch zu diskutieren.
Uwe Lill: Da hast du ja richtig Druckbetankung gekriegt.

[03:51]

Baki Irmak: Wahrscheinlich habe ich selten in zwei Tagen so viel gelernt. Und für mich stand dann eigentlich schon der Entschluss fest, neben der Digitalstrategie, die wir bei der Deutschen Bank vorangetrieben haben, zu sagen, wir brauchen einen digitalen Fonds. Ich habe dann den Michele (Faissola) relativ schnell davon überzeugt, dass wir ein Venture Fund brauchen für europäische Fintechs. Wir haben dann mit unseren Kundenberatern und einigen Kunden gesprochen. Die waren alle begeistert. Und wir haben das Konzept aufgesetzt.

Und das Ding war eigentlich praktisch kurz vorm Launch, haben mit zahlreichen Fintechs auch diskutiert. Und dann kam wie immer bei einer großen Organisation der Deutschen Bank mit einer neuen Führung plötzlich eine komplett neue Strategie. Anshu (Jain) musste weg. Michele wurde dann verabschiedet und Asset & Wealth Management wurde dann filetiert. Die DWS als separates Unternehmen für Wealth Management, integriert in die Deutsche Bank und so weiter und so fort. Naja, das Projekt ist dann praktisch gestorben, weil es dafür nicht mal das Senior Management Backing gab.

Aber die Idee, eigentlich einen Fonds aufzusetzen, die ist geblieben. Allerdings nicht mehr Venture, sondern dann für gelistete Unternehmen, weil man mit meinem Background als Unternehmer eher umsetzen kann.

Im Jahr 2017 ist mir dann tatsächlich gelungen, die Deutsche Bank zu verlassen und ich hatte das Konzept eigentlich schon aufgesetzt, brauchte aber für eine ganz bestimmte Säule eine ganz bestimmte Tätigkeit. Brauchte ich eigentlich jemanden, der diese Kombination mitbringt. Sehr guter Techi, also aus der Unternehmens-, aus der Technologie Welt, aber gleichzeitig ein guter Investor.

Und dann bin ich auf Stefan Waldhaus gestoßen und habe ihn dann relativ schnell trotz seiner Skepsis für die gesamte Fondsindustrie davon überzeugt mitzumachen. Und dann haben wir 2018 im März den Digital Leaders Fund gelauncht.

[05:51]

Uwe Lill: Und sind die drei Jahre voll. Wir kommen zu den sehr guten Ergebnissen des Fonds noch später. Aber mich interessiert natürlich wahnsinnig, Baki: Diese drei Jahre ihr habt bei null angefangen. Hattest du dir von Anfang an gesagt: „Irgendwas will ich anders machen als die traditionelle Fondsindustrie? Irgendwie habe ich einen anderen Blick oder eine andere Herangehensweise?“ Wie bist du da rangegangen? Ihr seid ein zwei-Mann Unternehmen, ihr habt mit Null angefangen. Ihr habt heute weit über 100 Millionen Euro drin und viele Pläne. Also alles richtig gemacht. Aber wie ging es los?

Baki Irmak: Zunächst einmal mit einer Grundthese und der Grundüberzeugung, dass der größte Treiber für die nächsten Jahre das Thema Digitalisierung ist.

Wir haben uns überlegt, was wird die Aktienkurse in den nächsten Monaten und in den nächsten Jahren maßgeblich beeinflussen? Wenn man einen einzelnen Faktor nimmt, dann waren wir fest davon überzeugt, dass das das Thema Digitalisierung ist. Zweitens Jetzt hatten wir beide, Stefan und ich, Erfahrungen in der digitalen Welt selbst gesammelt. Stefan kommt aus der Digital Enabler Welt. Er hat ein Software Service Unternehmen gehabt. Ich habe das Thema Digitale Transformation vorangetrieben, bei der bei der Deutschen Bank. Das heißt, wir kamen ein Stückweit mit Erfahrungen aus der Welt, in die wir eigentlich investieren wollten.

Das war natürlich vielleicht anders als bei klassischen Fondsgesellschaften. Und dann war uns klar, dass man nicht nur fundamentale Kriterien bei der Bewertung von Unternehmen heranziehen sollte, sondern dass die schöne neue digitale Welt, wenn man in der tätig ist, man Spuren hinterlässt. Und diese Spuren sagen eigentlich weitaus mehr über ein Unternehmen aus als die Verlautbarungen des Managements. Das heißt, diese Spuren kann man messen. Es gibt zahlreiche Plattformen, die diese Daten aufbereiten. Und die kann man sehr, sehr gut für die Analyse von Unternehmen heranziehen. Als zusätzliche Kennzahlen.

[07:56]

Uwe Lill: Und ihr habt ihr habt sozusagen noch ein eigenes KPIs-Set aufgesetzt, ein eigenes Performance-Set. Was ist das sozusagen? Was sind so digitale Spuren? Was messt ihr da?

Baki Irmak: Naja, so die ganz einfachen digitalen Spuren sind eigentlich so Sachen wie z.B. die Traffic Daten. Wieviel Traffic ist eigentlich auf einer Website eines Unternehmens? Wieviel Traffic ist davon bezahlt? Wieviel Traffic ist eigentlich organisch? Wie lange halten sich eigentlich in der Regel Kunden und User auf der Webseite auf? Wie hoch ist die Bounce-Rate? Also ganz normale Web Analytics Zahl. Und gerade wenn man natürlich diese Zahlen innerhalb einer Branche miteinander vergleicht und die Veränderungen im Laufe der Zeit auch hinsichtlich des Rankings.

Da ergeben sich daraus schon Erkenntnisgewinne. Eine andere Möglichkeit ist z.B. über Download Daten zu gehen, also App-Downloads, Engagements. Also nicht nur Installment. Wenn man nur auf Installment schaut, dann ist es halt so, dass viele Apps nach 90 Tagen gar nicht mehr abgerufen werden. Also 2 % der Apps werden nach 90 Tagen überhaupt noch genutzt. Deswegen sind Engagement Zahlen eigentlich viel, viel interessanter, nämlich Daily Active User Monthly, Active User, Weekly aktive User.

Dann so Kennzahlen wie Stickyness. Daily Active User geteilt durch monthly active User, um zu schauen, wie treu und wie engagiert sind eigentlich die Kunden auf der Plattform? Das ist bei den sozialen Medien schon sehr unterschiedlich. Darüber hinaus kann man sich Sentimentzahlen anschauen. Es gibt Plattformen, die das sehr gut messen. Darüber hinaus kann man sich Kreditkartenzahlungen anschauen. Und aus der Summe eigentlich dieser Kennzahlen ergibt sich dann ein sehr rundes Bild. Keines dieser Kennzahlen für sich alleine genommen aussagekräftig, sondern eigentlich im Zusammenspiel mit den fundamentalen Kennzahlen ergibt sich daraus eigentlich nur ein recht rundes Bild.

Uwe Lill: Ihr habt ja eine besondere Herangehensweise auch hier. Ihr sucht digital Transformation Leaders, Digital Business Leaders, Digital Enablers. Und du sagst bei sich jeder bietenden Gelegenheit. Wir sind kein Technology Fonds. Erklär das mal, in was da genau reingeht.


[10:22]

Baki Irmak: Ja, wir waren von Anfang an überzeugt, dass das Thema Digitalisierung ein viel breiteres Thema ist als nur Technologie, die Technologien ist ein Enabler. Aber bei einem Unternehmen muss vieles, vieles andere auch stimmen, damit überhaupt eine digitale Strategie erfolgreich ist. Das fängt im Prinzip an beim Management. Inwiefern kommt eigentlich der gesamte Antrieb, die gesamte Transformation? Ist die eigentlich durch das Management nicht nur gepusht, sondern auch von dem Management tatsächlich auch gelebt? Und inwiefern hat das Management die Urteilsfähigkeit und das Skillset und die Organisation, um überhaupt die Digitalisierung voranzutreiben?

Und für uns war wichtig, dass wir sehr breit das ganze Thema Digitalisierung auffassen, dass wir eben auch traditionelle Unternehmen nehmen und analysieren und eventuell sogar investieren, die sehr, sehr früh angefangen haben und sehr überzeugend angefangen haben. Die das Geschäftsmodell an diese neue Zeit anpassen. Und teilweise war es für Unternehmen so gewesen, dass man plötzlich gemerkt hat, man hat Assets, die in einer digitalen Zeit plötzlich von besonderem Wert sind. Film-Bibliotheken bei Disney sind z.B. ein gutes Beispiel oder dass man sehr, sehr nahe am Kunden ohnehin einen Standort hat. Also wenn man im Lebensmittel Delivery Service ist und da und es ist zu jedem Haus praktisch nur neun Kilometer entfernt wie Walmart in den USA.

Also wir haben auf der einen Seite investiert in Unternehmen, die all diese Technologien, Software, Hardware anbieten, damit Unternehmen überhaupt digitalisieren können, die ja ein Großteil, vielleicht sogar 100 % der Umsätze über digitale Plattformen und Kanäle erwirtschaften, aber auch Unternehmen, die eben diese ganzen Services nutzen, um noch bessere, noch leistungsfähigere und erfolgreiche, erfolgreichere Unternehmen zu werden.

[12:19]

Uwe Lill: Euer Digital Leaders Fund ist ja 120 Millionen schwer, inzwischen. Ihr habt, wenn ihr das ehrlich nachsehe, über 40 Millionen institutionelles Geld drin. Chapeau! Chapeau! Das ist ja mit das Schwierigste. Gibt es da steigende Nachfrage? Wie sieht es aus? Werdet die immer mehr Retail sein? Oder zielt ihr auch auf die institutionellen?

Baki Irmak: Ich denke, wir sind für unsere Größenordnung schon sehr stark Retail. Und das ist meines Erachtens schon ein besonderes Kennzeichen dieses Fonds. Also ich würde schätzen, dass wir tausende von Kunden als Investoren gewonnen haben, viele Sparpläne, viele kleine Investoren und eigentlich gar nicht so viele institutionelle Kunden haben. Und das liegt ein Stück weit natürlich an unserer Digital Distribution Strategie, da können wir vielleicht nochmal anschließend kurz diskutieren. Also Stefan und mir war klar, wir müssen mit einem langen Atem diesen Fonds auflegen, den Fonds vernünftig managen, den Fonds sehr überzeugend und transparent nach draußen verkaufen.

Und dann werden wir sukzessive Anleger überzeugen. Und wenn wir dann die zwei wichtigsten Kriterien erfüllen für institutionelle Anleger, nämlich 100 Millionen und drei Jahre, dann können wir auch auf die institutionellen Anleger zugehen. Am Anfang ist es einfach extrem schwierig. Der Fonds sollte erst einmal drei Jahre mal im Markt sein. Und 100 Millionen sind sowieso Grundvoraussetzung, weil ein einzelner Dachfonds darf eigentlich gar nicht 20 Prozent oder mehr eines Fonds halten. Diverse andere Kriterien spielen eine Rolle, die dann dazu führen, dass man eigentlich zunächst mal eher über die Retail Investoren geht und später die institutionellen versucht zu gewinnen.

[14:26]

Uwe Lill: Wobei die Zahlen ja jetzt hervorragend sind. Drei Jahre habt ihr die Durchschnitts Performance per annum von knapp 27 %. Ihr habt eine Sharpe Ratio über drei Jahre von 1,14. Ich glaube das ist für institutionelle Investoren etwas, wo sie auf jeden Fall mal hinschauen sollten. Aber lass uns jetzt zu einem Punkt kommt, den du selber schon erwähnt hast. Ihr habt eine ganz besondere Form des digitalen Marketings. Ihr habt über 10 000 Newsletter Abonnenten.

Ihr seid unfassbar aktiv auf Social Media wie ich gesehen hat insbesondere Instagram und Twitter. Ihr seid aber auch auf Facebook, linkedin und YouTube. Im Prinzip habt ihr euch doch schon jetzt eine Fanbase aufgebaut.

Baki Irmak: Ja, könnte man so sagen. Wir würden eher von Community reden. Von einer sehr starken Community. Und wir sind selber ganz begeistert, wie das aufgegangen ist. Also für uns war es total klar, dass wir, wenn wir rausgehen und die Kunden überzeugen wollen, besonders transparent sein müssen, transparenter als klassische Fondsgesellschaften. Dass das eventuell auch ein zusätzliches Asset ist, was wir bieten können, was vielleicht die klassischen Fondsgesellschaften heute nicht mehr bieten.

Wir haben dann schnell gemerkt, dass das auf ein sehr großes Interesse stößt. Und haben mittlerweile tatsächlich mit unserem Inbound Marketing in seinem E-Mail-Marketing haben wir über 10.300 Subscriber für unseren Newsletter, die Öffnungsraten und die Klickraten sind einfach auch fantastisch hoch. Das sind alles organisch gewachsene, extrem interessierte Newsletter Leser und es ist nicht nur One way. Es ist ein unglaublich gutes Kommunikations Tool mit unseren Investoren, weil zahlreiche von diesen Investoren sind Experten in auf einem Gebiet und weit bessere Experten als wir sind.

Es sind teilweise Nerds aus der Payment Industrie IT Nerds, die dann mit dem einen oder anderen Hinweise auf uns zukommen und der Sache gehen wir nach und das ist halt das Fantastische in dieser digitalen Zeit, dass man mit so einem Aufsatz plötzlich eine Community schafft, die dazu beiträgt, dass man bessere Investoren wird und die diese Transparenz zu schätzen wissen. Und aus dieser Community heraus sind natürlich sehr viele Investoren geworden. Sie helfen uns natürlich auch, den Fonds draussen bekannter zu machen.


[17:08]

Uwe Lill: Da würde ich sagen, da hatte sicherlich die 10.300 Abonnenten sehr interessiert, dass sie jetzt noch zusätzlich in einen Fonds investieren können von euch. Ihr werdet am 01.04. starten, den Emerging Markets Digital Leaders Fund. Dafür habt ihr gewildert bei der DWS, habt einen Fondmanager, der dich unterstützen wird oder du ihn je nachdem, wenn du ganz kurz die Idee des Emerging Markets Digital Leaders Fund darstellen würdest.
Baki Irmak: Wir haben in den Digital Leaders Fund immer wieder mal in Emerging Markets investiert, darunter einige Chinesen, aber wir haben z.B. auch in Singapur, wobei Singapur nicht zu Emerging Markets zählt, aber wir haben in Taiwan investiert. Wir haben in Korea investiert und haben beobachtet, dass es eine ganze Reihe von sehr, sehr spannenden Unternehmen gibt, in die wir auch gerne investieren würden. Aber die Unternehmen sich doch sehr, sehr unterschiedlich verhalten oder anders verhalten als Unternehmen in etablierten Ländern. Ich meine, Alibaba und Twitter sind ein gutes Beispiel.


Auf der einen Seite hat der eine Jack, nämlich Jack Dorsey den US-amerikanischen Präsidenten zum Schweigen gebracht. Der andere, Jack, nämlich Jack Ma, ist vom chinesischen Präsidenten zum Schweigen gebracht worden. Und man sieht im Prinzip, die politische Komponente in China ist einfach außerordentlich hoch und es sind viel ausgeprägtere politische Börsen. Und das ganze Thema Governance ist natürlich in Emerging Markets ein anderes Thema.

Wir wollten auf der einen Seite stärker in Emerging Markets investieren, auf der anderen Seite wollten wir unseren Fonds nicht verwässern und haben aber auch gemerkt, dass in den Emerging Markets extrem spannende Unternehmen sind, die einfach mehrere Technologie-Generationen überspringen und besonders erfolgreich sind und für die die alten Hemmnisse der digitalen oder der Emerging Markets einfach nicht mehr so stark gelten. Die können relativ stark expandieren in andere Länder und sind plötzlich globale, erfolgreiche Unternehmen. Wir wollten unsere Kunden daran partizipieren lassen und dachten, dass es eigentlich für sich genommen ein super interessantes Produkt.

Wir können mit den gleichen Instrumenten, mit denen wir die spannenden digitalen Unternehmen in entwickelten Ländern messen können, mit den gleichen Instrumenten auch Emerging Markets Unternehmen messen. Und haben noch dazu jemanden gesucht, der Emerging Markets kennt. Steffen (Gruschka) und ich kennen uns schon seit Jahren von der DWS Zeit. Er ist ja viel früher als ich von der DWS weg 2006 glaube ich. Ich kenne Steffens Qualitäten. Und er bringt eine ganze Menge an zusätzlichen Skill-Sets mit, die wir einfach brauchen, um in Emerging Markets zu investieren,

[20:28]

Uwe Lill: Lieber Baki, dann sage ich ganz herzlichen Dank für das Gespräch. Ich glaube, das wird sehr viele Hedgeworkinnen und Hedgeworker interessieren. Ich bin der guten Hoffnung, dass das nicht unser letztes Gespräch sein wird, sondern wir über viele Aspekte nochmal diskutieren können. Und dir, deinen Kolleginnen und Kollegen und der Performance aller Fonds wünsche ich natürlich alles Gute. Vielen Dank.


Baki Irmak: Ich danke dir. Bis bald. Tschüss.

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