10 Thesen zu den Turbulenzen an den Aktienmärkten

  • Dr. Stefan Schüder
  • apoBank

FRANKFURT – Der anhaltende Iran-Krieg hinterlässt tiefe Spuren an den Börsen weltweit, mit hoher Volatilität großer Anlegerunsicherheit. Dr. Stefan Schüder, CFA, Senior Specialist Economics bei der apoBank, erläutert in zehn Thesen die Turbulenzen an den Aktienmärkten und was dies für Anleger bedeutet.

10 Thesen zu den Turbulenzen an den Aktienmärkten

•    Der Iran-Konflikt ist zum zentralen Taktgeber der Finanzmärkte geworden – der Ölpreis bestimmt derzeit das Tempo an den Börsen.

•    Die Märkte reagieren im Minutentakt auf jede Nachricht aus dem Golf – Entspannung lässt Aktien sofort steigen, neue Risiken drücken sie ebenso schnell.

•    Energieintensive Branchen stehen massiv unter Druck, während Öl- und Förderunternehmen zu den klaren Profiteuren der Krise zählen.

•    Der breite Marktaufschwung seit Ende 2025 wurde abrupt gestoppt – geopolitische Risiken drängen Anleger wieder zurück in die großen Titel.

•    Gerade kleinere Unternehmen geraten jetzt ins Hintertreffen – sie können steigende Energie  und Finanzierungskosten kaum weitergeben.

•    Großkonzerne mit Preissetzungsmacht sind die neuen defensiven Häfen – sie können Kostensteigerungen eher an Kunden weiterreichen.

•    Die KI-Euphorie ist in den Hintergrund gerückt – steigende Kapitalkosten machen Investitionen in Chips und Rechenzentren deutlich riskanter.

•    Trotz geopolitischer Spannungen bleiben die fundamentalen Rahmenbedingungen freundlich – die Weltwirtschaft wächst solide, angeführt von einer starken US Konjunktur.

•    Sobald sich der Konflikt beruhigt, rücken die starken Unternehmensgewinne wieder in den Fokus – besonders aus den Emerging Markets, wo sich das Gewinnwachstum zuletzt deutlich beschleunigt hat.

•    In diesem Umfeld wird selektives Investieren zur Pflicht – Gewinner sind Unternehmen mit robusten Cashflows, Preissetzungsmacht und geringer Energieabhängigkeit.

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