Outlook 2021 – Bitcoin, Ethereum und der Einstieg der Institutionen

  • Hansen Wang
  • 21Shares

FRANKFURT – Nach einem fulminanten 2020, in dem Bitcoin um 302,4 Prozent und Bitcoins kleiner Cousin Ethereum sogar um 482,7 Prozent gestiegen ist, stellen sich Investoren vor allem eine Frage: Ist der Bitcoin-Preis von mittlerweile 34.000 Dollar schon zu hoch oder kann man noch einsteigen? Von Hansen Wang, Senior Associate, 21Shares.

„Am 16. Dezember 2020 – ziemlich genau drei Jahre nach dem letzten Höhepunkt – hat Bitcoin zum ersten Mal wieder seinen alten Höchststand von 20.000 Dollar erreicht. Der Preisanstieg 2020 war hauptsächlich vom ersten Einstieg größerer Institutionen getrieben, angeführt von US-amerikanischen Institutionen wie Microstrategy, Square, Guggenheim Partners, etc. Die Grafik zeigt die historische Wertentwicklung des Bitcoins nachdem er seinen alten Höchststand erreicht hat.

Grafik 1: Entwicklung des Bitcoins in USD

Wie Sie wissen, ist eine historische Performance kein eindeutiger Indikator für zukünftige Performance. Die Frage ist, was der wesentliche Unterschied sein wird?

Bitcoin – das digitale Gold?

Der gesamte Preisanstieg von Bitcoin bis Anfang 2020 war fast ausschließlich vom Privatsektor getrieben. Wir erwarten – wie viele andere in der Industrie auch – dass 2021 das entscheidende Jahr sein wird, in dem die großen Investmentfirmen nachziehen. Was diese bisher zurückhält, ist eine fehlende Klarheit in der Regulation. Sobald diese Hürde gebrochen ist, erwarten wir einen Ansturm in das neue digitale Gold.

Damit stellt sich zugleich die Frage, ob kleinere Kryptowährungen eine ähnliche Wertentwicklung nehmen könnten wie Bitcoin und man daher in diese investieren sollte?

Es gibt mittlerweile über 8000 verschiedene Kryptowährungen auf dem Markt. Über 99 Prozent davon haben bis heute keinen Anwendungsfall und wurden noch nie benutzt.

ICOs zum Fundraising

Warum aber gibt es so viele verschiedene Tokens, wenn man sie nicht benutzen kann? Der Grund ist einfach. Die Erfindung der Ethereum Blockchain hat den Fundraising Prozess rapide vereinfacht. Wogegen Gründer früher monatelange Meetings mit Venture Capitalists und Private-Equity-Firmen organisieren mussten, um wenige Millionen Beträge für eine Businessidee zu sichern, konnte man in 2017 das zehn- bis hundertfache innerhalb von wenigen Stunden oder Tagen über ein ICO (Initial Coin Offering) erreichen.

Dies hat den ICO-Boom in 2017 ausgelöst. Gründer haben einen Token erfunden, den man im Zusammenhang mit der Blockchain-Applikation nutzen musste, und haben diesen via ICO an die Öffentlichkeit verkauft. Der einzige Nutzen der Tokens war das Fundraising. Denn seit langem werden zwar die Angebote von Uber, Airbnb, Trade Republic und anderen Applikationen genutzt, bezahlt wird dabei aber nicht mit dem Uber Token, dem Airbnb Coin oder der Trade-Republic-Währung, sondern ganz konventionell mit Dollar oder Euro.

Bis heute gibt es daher kaum eine Handvoll an Tokens, die einen wirklichen Nutzen haben. Entsprechend ist das Investieren in kleinere Kryptowährungen hochspekulativ und birgt erhöhte Risiken, die sich negativ auf die Sharpe Ratio von Multi-Asset-Portfolien auswirken.

Der Ethereum Token

Eine Währung, die allen anderen digitalen Währungen voraus ist, ist der Ethereum Token. Ethereums Wertanstieg in 2020 war fast ausschließlich von der DeFi (Decentralised Finance)-Bewegung getrieben.

Grafik 2 zeigt den Anstieg von Ethereum-basierten DeFi-Applikationen in USD, dieser Wert ist 2020 um das 20-fache gestiegen. DeFi-Applikationen lösen reale Probleme in der Finanzwelt und verbessern viele Prozesse durch die Automatisierung via Smart Contracts.

Grafik 2: Entwicklung von Ethereum-basierten DeFi-Applikationen in USD

Am 19. Januar 2020 erreichte Ethereum zum ersten Mal seit Dezember 2017 wieder seinen alten Höchststand. Daher stellen sich auch hier viele Investoren die Frage, ob Ethereum wie bereits der Bitcoin nach Erreichen eines neuen Rekordstandes ebenso stark ansteigen wird? Verlässlich beantworten kann das niemand. Allerdings projektieren wir, dass Ethereum mit Hinsicht auf technischer Entwicklung und Nutzen von Privatpersonen einen großen Schritt in Richtung der Massenadoption in 2021 machen wird.

ETP oder Zertifikat?

Viele Anleger fragen sich, wie sie sicher in Bitcoin, Ethereum oder andere digitale Währungen investieren können. Dazu stellen wir die Krypto-ETPs von 21Shares vor. Im Gegensatz zu Zertifikaten oder anderen Finanzprodukten, die Kryptowährungen als Underlying Asset haben, sind die 21Shares Krypto-ETPs zu jeder Zeit vollständig mit physischen Kryptowährungen hinterlegt. Das bedeutet, dass das Emittentenrisiko deutlich niedriger als bei Zertifikaten ist.

Die ETP-Struktur ist ideal dafür geeignet, um sicher und ohne technischen Aufwand Zugang zu dieser neuen Anlageklasse zu bekommen. Die 21Shares Krypto-ETPs ähneln von der Struktur her am meisten einem traditionellen ETF. Da sie allerdings nicht den strengen OGAW-Diversifizierungsrichtlinien unterstehen, eignen sie sich hervorragend für alternative Anlageklassen wie zum Beispiel Gold, Rohstoffe oder eben digitale Währungen. Sie sind transparent, physisch hinterlegt und handeln mit Intraday-Liquidität an regulierten Börsen. Der 21Shares Bitcoin ETP (ABTC) handelt zum Beispiel an der Deutschen Börse XETRA.“

Hansen Wang ist Senior Associate bei der 21Shares AG. Er begann seine Karriere in einem Schweizer Multi-Family-Office, wo er zuständig war für ein 200 Millionen USD schweres Fund-of-Fund-Mandat. 2017 wechselte er von der traditionellen Finanzwelt in die Blockchain-Ökonomie und arbeitete zwei Jahre bei der Melonport AG, die 2018 vom World Economic Forum als einer der globalen Technology Pioneers gekrönt wurde.

21Shares AG ist der führende Emittent für institutionell strukturierte Krypto-ETPs in Europa und macht Investitionen in Kryptoassets so einfach wie den Kauf und Verkauf von Aktien. Anleger können mit einer konventionellen ETP-Struktur unkompliziert, mit vollem Vertrauen und Sicherheit und kostengünstig in Kryptowährungen investieren, dank der von 21Shares eingeführten „21Shares“ ETP-Suite, die inzwischen aus elf Krypto-ETPs besteht. Die gesamte Produktpalette wird an der Deutschen Börse, SIX Swiss Exchange, Wiener Börse, BX Swiss und der Börse Stuttgart in CHF, USD, GBP und EUR in einem regulierten Umfeld gehandelt.

21Shares wurde 2018 gegründet und wird von einem talentierten Team von Unternehmern aus der Technologie- und Finanzwelt und erfahrenen Bankiers geleitet. Das Unternehmen mit Sitz in Zug und Büros in Zürich, Berlin und New York hat mehrere Weltneuheiten eingeführt, darunter den ersten börsennotierten Kryptoindex (HODL). 21Shares betreut mehr als 100 Millionen Dollar (AuM).

Weitere Informationen: www.21shares.com/de/

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