Impact Investing im Gesundheitswesen: Gut für Mensch und Portfolio

  • Tim Crockford
  • J O Hambro Capital Management

FRANKFURT – Seit drei Jahren setzt Regnan, die Nachhaltigkeitsmarke von J O Hambro Capital Management, mit einer lösungsorientierten Strategie auf Unternehmen, die die Antworten auf die ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Welt bieten, erklärt Tim Crockford, Head of Equity Impact Solutions: Beispiel Pharma-Branche.

Ab hier folgt die Mitteilung der Gesellschaft:

Das Investmentteam ist überzeugt, dass Impact-Investitionen nicht nur ökologisch und sozial, sondern auch finanziell sinnvoll sind. Tim Crockford formuliert es so: „Ziel ist es, die Attraktivität von Impact Investing zu erhöhen und Kapital in Richtung Impact Investing umzulenken. Dazu möchten wir unseren Anlegern langfristige Renditen bieten, die den Markt übertreffen, weil wir ‚Systemveränderer‘ identifiziert haben: innovative Unternehmen, die einen Umbruch bewirken können und letztlich positive ökologische, soziale und finanzielle Ergebnisse erzielen.“

Demographische Entwicklung schiebt Gesundheitsbusiness an

Dazu hat das Team insgesamt acht Bereiche definiert, in denen disruptive Veränderungen zu erwarten sind. Einer dieser Sektoren ist „Gesundheit und Wohlbefinden“. Obwohl die Menschheit immer älter wird, die Kindersterblichkeitsrate gesunken ist und für viele Krankheiten bahnbrechende Medikamente und Behandlungsmöglichkeiten entwickelt wurden, steht die öffentliche Gesundheit weiterhin vor Herausforderungen. Nicht übertragbare Krankheiten wie Herz/Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Diabetes und Autoimmunkrankheiten treten immer häufiger auf. „Tatsächlich ist der Anteil der weltweiten Todesfälle, die auf nicht übertragbare Krankheiten zurückzuführen sind, von 61 Prozent im Jahr 2000 auf derzeit mehr als 73 Prozent gestiegen“, berichtet Crockford.

Die Raten für Diabetes und Herzkrankheiten seien in den Industrieländern nach wie vor hoch und in den Entwicklungsländern stark angestiegen, da die wohlhabenderen Bevölkerungsschichten eine „westliche“ Ernährungsweise annehmen. „Trotz dieser Herausforderungen hat die Covid-19-Pandemie dazu geführt, dass Politiker und Verbraucher der Gesundheitsversorgung, dem Wohlbefinden und der Prävention mehr Bedeutung beimessen“, beobachtet Crockford. „Der Anteil der Gesundheitsausgaben am BIP ist in den letzten Jahrzehnten stetig gestiegen, und erste Daten deuten darauf hin, dass die Pandemie diesen globalen Trend wahrscheinlich noch beschleunigt hat.“

Innovationen in den Bereichen Diagnostik, Prävention und genetische Sequenzierung

Auch in den Schwellenländern nehme die Lebenserwartung stetig zu. „Dies bedeutet, dass das Wachstum noch lange andauern wird. Nimmt man noch die Bevölkerungszahlen in diesen Ländern hinzu, ergibt sich ein enormes Wirkungspotenzial“, so Crockford. Er und sein Team erwarten, dass Innovationen in den Bereichen Diagnostik, Prävention und genetische Sequenzierung die Qualität der Gesundheitsversorgung weiter verbessern und den Zugang weiter demokratisieren werden.

Investmentbeispiel Autolus

Getreu dem Motto „der Investment Case ist der Impact Case“ haben Crockford und sein Team zum Beispiel in Autolus investiert. „Autolus ist ein Biotech-Unternehmen im Frühstadium, das personalisierte Immuntherapien auf der Grundlage von CAR-T-Zellen und Herstellungstechnologien entwickelt“, erklärt der Experte. „Diese können sowohl gegen hämatologische Krebserkrankungen wie Leukämie als auch gegen solide Tumore eingesetzt werden.“ Das Unternehmen hat das Team überzeugt: „Autolus hat das Potenzial, der klassenbeste Anbieter von CAR-T-Zell-Therapien der nächsten Generation zu werden, da es einige der wichtigsten Einschränkungen der derzeitigen Therapien angeht.“

Der Biotech-Spezialist habe bereits bewiesen, Wirksamkeit und Sicherheit in allen Patientengruppen verbessern zu können. Jetzt gehe es in den Markt, berichtet Crockford: „Mit den vollständigen Daten aus der Zulassungsstudie, die alle primären Endpunkte erreicht haben, bereitet Autolus nun die Markteinführung vor. In Erwartung der behördlichen Zulassung hat das Unternehmen bereits eine globale Produktionsstätte in Stevenage errichtet, die den Namen The Nucleus trägt und die Kapazität für mehr als 2000 Patienten pro Jahr bietet.“

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