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Universal-Investment und Stratton Street Capital lancieren zwei Global-Credit-Strategien

Universal-Investment hat gemeinsam mit dem Londoner Credit-Spezialisten Stratton Street Capital zwei Global-Credit-Subfonds aufgelegt: den Stratton Street UCITS - NFA Global Bond Fund UI und den Stratton Street UCITS - Next Generation Global Bond Fund UI.


Andy Seaman
Stratton Street Capital
„Ziel der beiden UCITS-Fonds ist es, über einen Marktzyklus hinweg hohe Erträge zu erzielen sowie eine bessere Gesamtrendite gegenüber den Rentenindizes der Industrie- ­sowie der Schwellenländer“, sagt Andy Seaman, Partner und Chief Investment Officer bei Stratton Street Capital. Beide Fonds verfolgen dieselbe Strategie, in dem sie in unterbewerteten Anleihen mit entsprechend erhöhtem Aufwertungspotenzial und niedrigerem Verlustrisiko investieren. Anvisiert sind internationale Hartwährungsanleihen mit Investment-Grade-Status, in die der Stratton Street UCITS - NFA Global Bond Fund UI ausschließlich investiert. Der Stratton Street UCITS - Next Generation Global Bond Fund UI wiederum inves­tiert zu rund 80 Prozent in besagte internationale Hartwährungsanleihen. Die verbleibenden Mittel von bis zu 20 Prozent des Anlagekapitals sind für Hochzinsanleihen und aktive Währungspositionen reserviert.

Im Gegensatz zu den meisten Anleiheinvestoren trennen die Stratton-Mana­ger die Welt nicht in Industrie- oder Schwellenländer. Sie setzen bei ihren Analysen vielmehr auf die Unterscheidung zwischen Kreditgebern und Kreditnehmern. „Viele der Industrie­n­ationen haben enorme Schulden angehäuft und sind tatsächlich wesentlich riskanter als häufig angenommen“, führt Seaman dazu aus. „Umgekehrt weisen viele Entwicklungsländer sehr positive Fundamentaldaten, eine niedrige Staatsverschuldung, eine gute Bonität und positive Zahlungsströme auf, die weit über denen vieler Industrieländer liegen.“ Auf Basis dieser Erkenntnis bildet die Analyse des Nettoauslandsvermögens (Net Foreign Asset / NFA) den wichtigsten langfristigen Treiber für Länder- und Währungserträge. Die Analyse von Stratton Street erfasst die kumulierte Leistungsbilanz, bereinigt um Bewertungseffekte, mit Blick auf das Gesamtvermögen eines Landes aus Staat, Unternehmen und Privathaushalten. Dieser Wert wird ins Verhältnis zum jeweiligen Bruttoinlandsprodukt gesetzt, um darauf basierend eine Rangfolge zu erstellen.

„Die Credit-Märkte sind zweifellos ineffizient, was gut ist für wirklich aktive Manager wie Stratton Street“, erklärt Seaman. „Durch die Kombination unserer NFA-Analyse mit unseren Global-Macro- und Relative-Value-Modellen können wir gezielt Portfolios aus unterbewerteten Schuldtiteln zusammenstellen. Von einer indexgewichteten Portfoliokonstruktion halten wir wenig und konzentrieren uns stattdessen auf Relative-Value-Positionen über das gesamte Kreditspektrum hinweg.“

Obwohl die Weltwirtschaft hier und da Erholungstendenzen aufweise, sollten sowohl Wachstum als auch Inflation für die absehbare Zukunft relativ moderat bleiben, beschreibt Seaman die aktuelle Markteinschätzung. „Wir gehen davon aus, dass sich die Zinsstrukturkurve abflachen wird und bevorzugen daher eine Positionierung in unterbewerteten Credit-Positionen hoher Qualität am langen Ende der Renditekurve.“ Das damit verbundene Aufwärtspotenzial will er mit den neuen Fonds nutzen und mittels unterbewerteter Anleihen zugleich einen Schutz gegen etwaige Verluste erreichen.