Gastbeitrag

Private Equity zur renditestarken Diversifikation

Mit Investitionen in Private Equity sind höhere Renditen als am Aktienmarkt möglich, weshalb die Anlageklasse als Diversifikationsinstrument sehr beliebt ist. Bislang war sie allerdings nur institutionellen Investoren und hochvermögenden Privatanlegern zugänglich. Das ändert sich jetzt: Über den digitalen Anbieter LIQID können erfahrene Anleger schon ab 250.000 Euro in Private Equity investieren.


Christian Schneider-Sickert
LIQID Investments GmbH

Wer als Investor nicht gleich eine ganze Firma kaufen möchte, für den sind Aktien in der Regel das beste Mittel, um sich an der Entwicklung eines Unternehmens zu beteiligen. Bei nicht-börsennotierten Unternehmen wiederum stehen Investments via Private Equity – also privatem Beteiligungskapital – an erster Stelle. Private-Equity-Investments erfolgen generell über spezialisierte Fonds, die bei Anlegern Kapital einsammeln und damit ein Portfolio von Beteiligungen zusammenstellen.

Das Ziel der Private-Equity-Fonds ist in der Regel, den Wert ihrer Beteiligungen durch operative Verbesserungen oder gefördertes Wachstum zu steigern und diese nach vier bis sechs Jahren mit Gewinn zu verkaufen. Denn anders als Aktionäre, die kaum Möglichkeiten haben, sich in das operative Geschäft einzumischen, üben Private-Equity-Fonds aktiv Einfluss aus. Zu diesem Zweck erwerben sie oft Mehrheitsbeteiligungen mit Kontroll- und Mitspracherechten, durch die sie die Unternehmensstrategie mitgestalten können. Und das oft zum Wohl des Unternehmens: Rund 75 Prozent der durch Private-Equity-Investoren erzielten Wertzuwächse werden durch Umsatz- und Effizienzsteigerungen in den Zielunternehmen erwirtschaftet.

Ein typischer Private-Equity-Fonds hat eine Laufzeit von zehn bis zwölf Jahren. In den ersten Jahren ruft er das Kapital seiner Anleger schrittweise ab, um Beteiligungen zu erwerben. In späteren Jahren werden diese verkauft und die Erlöse fließen an die Anleger zurück. Das bedeutet: Das vollständige Kapital der Anleger ist faktisch nicht über die gesamte Laufzeit des Fonds gebunden, weil es nur bei Bedarf abgerufen wird und es vor Laufzeitende zu Rückzahlungen kommt. In der Vergangenheit ließen sich mit Private Equity zum Teil deutlich höhere Erträge erwirtschaften als am Aktienmarkt. So haben große amerikanische Private-Equity-Fonds den US-Aktienmarkt seit 2001 im Schnitt um über fünf Prozent pro Jahr geschlagen.

Als Gegenleistung für die hohen Renditen müssen die Anleger in Private Equity für mehrere Jahre auf ihr Kapital verzichten. Denn sie können sich nicht ohne weiteres von ihrem Investment trennen, weil Private-Equity-Beteiligungen nicht an der Börse gehandelt werden. Private Equity wird deshalb als illiquide Anlageklasse bezeichnet.

Private Equity ist für institutionelle oder hochvermögende Anleger seit langem eine beliebte und profitable Form der Diversifikation. Allerdings liegt die Einstiegshürde im Regelfall bei mehreren Millionen Euro. Der digitale Vermögensverwalter LIQID hat indes einen Weg geebnet, Private Equity einem breiteren Investorenkreis zugänglich zu machen. Über den LIQID Private Equity Vintage Fonds können erfahrene Anleger bereits ab einer Mindestanlagesumme von 250.000 Euro in ein breit gestreutes Portfolio an Private-Equity-Beteiligungen investieren.

Investoren erhalten so die Möglichkeit, ihr Portfolio zusätzlich zu streuen, was ihre Rendite erhöhen und ihr Risiko reduzieren kann. Die vergleichsweise niedrige Einstiegshürde ist möglich, weil LIQID gemeinsam mit HQ Trust in Private Equity inves­tiert. HQ Trust ist der Vermögensverwalter der Familie Harald Quandt und anderer hochvermögender Familien. Aber Achtung: Der Einstieg in Private Equity eignet sich nur für Anleger, die sich der Risiken bewusst sind und über zusätzliche Liquidität verfügen. Für sie kann es sich empfehlen, bis zu 30 Prozent ihres Vermögens in Private Equity zu investieren. Wie viel genau es sein sollte, hängt natürlich von der persönlichen Situation des Anlegers ab.

HQ Trust geht davon aus, dass Private Equity auch zukünftig die Rendite von Aktien um drei bis fünf Prozent pro Jahr übertreffen wird. Wichtig ist aber, konsequent in die besten Fonds zu investieren. Denn die Unterschiede zwischen den besten und schlechtesten Private-Equity-Fonds sind wesentlich größer als bei Aktienfonds.

Die Private-Equity-Spezialisten des Bad Homburger Multi-Family-Offices haben über viele Jahre ihre Erfahrung mit der Auswahl der besten Fonds geschärft. Bereits seit den 1980er-Jahren investieren sie in Private Equity und verfügen daher über einen Zugang zu den weltweit erfolgreichsten Fonds. Diese werden von erfahrenen Teams geleitet, die konsequent und kontrolliert investieren – und dabei auch ihr eigenes Geld anlegen. Insgesamt hat HQ Trust bereits rund 400 Investments in Private Equity durchgeführt. Das verwaltete Vermögen allein in dieser Anlageklasse beträgt aktuell rund sechs Milliarden Euro.

Die Ziele von Private-Equity-Fonds sind unterschiedlich. Einige sind auf junge Unter­nehmen mit großem Wachstumspotenzial wie etwa Start-Ups spezialisiert, ­denen sie Startkapital zur Verfügung stellen. Andere richten ihren Fokus auf Unternehmen, die sich schon in einer späteren Entwicklungsphase befinden – sogenannte Buyout- Fonds. Auf diese zweite Gruppe sind die Private-Equity-Investments von LIQID fokussiert.

Geplant ist, dass der LIQID Vintage Fonds rund 45 Prozent seiner Investitionen in US-Unternehmen tätigt, weitere 45 Prozent in europäischen und die restlichen zehn Prozent in Firmen aus Asien und dem Rest der Welt. Diese Anteile können natürlich leicht nach oben oder unten variieren.

Das Besondere am LIQID Vintage Fonds ist, dass das Kapital der Anleger in fünf bis zehn verschiedene Zielfonds fließt, die wiederum in über 100 Zielunternehmen investieren. Dadurch erreichen Kunden eine Risikostreuung in einer Breite, die sonst nicht einmal Anleger mit mehrstelligen Millioneninvestments erhalten. Die Laufzeit des LIQID Vintage Fonds ist auf zwölf Jahre angelegt und kann um bis zu zwei Jahre verlängert werden. Die Gebühren sind im Marktvergleich moderat. Im Durchschnitt fallen – neben den Kosten der Zielfonds – 0,6 Prozent pro Jahr auf das gezeichnete Kapital an. Üblich ist normalerweise mehr als das Dreifache.

Wie sehr das Management von HQ Trust und LIQID von dem Vintage-Fonds über- zeugt ist, zeigt sich auch daran, dass es signifikant in das Vehikel investiert hat. Nach einem zweiten Closing im Mai läuft zurzeit die letzte Zeichnungsphase für den ersten LIQID Vintage Fonds. Aufgrund der großen Nachfrage ist die Auflage weiterer Vintage-Fonds geplant.

Vita:

Christian Schneider-Sickert ist CEO der LIQID Investments GmbH. Er hat in Oxford studiert und im Anschluss daran die Oxford Business Group gegründet, die global zitierte Finanzinformationen über die Schwellenländer der Welt veröffentlicht. Nach seinem MBA an der Harvard Business School und einer Station bei Goldman Sachs hielt er verschiedene Führungspositionen in der Medien- und Finanzindustrie, unter anderem bei Bertelsmann und FremantleMedia. 2009 wählte ihn die Sunday Times zu einem der führenden Medienmanager Englands.

LIQID Investments GmbH ist ein digitaler Vermögensverwalter, der seinen Kunden exklusiven Zugang zu einem der renommiertesten Investment-Teams in Deutschland bietet: der Vermögensverwaltung der Familie Harald Quandt. Seit mehr als 30 Jahren verwalten die Experten hinter LIQID das Vermögen von großen Unternehmerfamilien mit überdurchschnittlichem Erfolg. Bei LIQID steht diese Expertise nun auch Anlegern mit deutlich geringeren Vermögen zur Verfügung – kostengünstig und digital. Neben der Vermögensverwaltung bietet LIQID Direktanlagen in Anlageklassen wie Private Equity, die bisher ausschließlich Großanlegern offenstanden. LIQID wird von einem international erfahrenen Management-Team geführt.