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Neue Alpha-Quellen entdeckt

An den Kapitalmärkten werden Informationen häufig falsch oder nur unzureichend verarbeitet. Das haben die Bad Homburger Experten von Source for Alpha festgestellt. Mit dem S4A US Long UI Fonds versuchen sie dies systematisch auszunutzen.


Christian Funke,
Vorstand Source for Alpha

Die Suche nach dem viel beschworenen Alpha gleicht oft der nach dem heiligen Gral. Neu auf dem Weg gemacht hat sich die Bad Homburger Firma Source For Alpha. Gegründet wurde das Unternehmen von Joachim Raif von der Vermögensverwaltung Raif & Gundermann sowie von drei ehemaligen Mitarbeitern von Lutz Johanning, heute Inhaber des Lehrstuhls für Empirische Kapitalmarktforschungan der WHU, Vallendar.

Das Konzept des S4A US Long UI Fonds leiht sich Ideen der US Finanzmarktforscher Eugene Fama und Kenneth French. Zudem greift das Team um Christian Funke auch auf Erkenntnisse der Top-US-Wissenschaftler Josef Lakonishok, Andrei Shleifer sowie Robert Vishny zurück.

Fonds auf drei Säulen: Value-Aktien plus zusätzliche Alpha-Quellen

Herausgekommen ist ein Fonds, der auf drei Säulen basiert. Die Basis bildet ein gleich gewichtetes Aktienportfolio von in der Regel 50 Titeln, die Funke aus dem S & P 500 selektiert. Dies geschieht anhand eines eher klassischen Value-Ansatzes. Das Management achtet bei der Auswahl in erster Linie auf die Qualität der Bilanz, Rentabilität und Wachstum, sowie der Gewinn- und Verlustrechnung. Soweit hebt sich der Fonds nicht von der Vielzahl herkömmlicher Value-Fonds ab. Der Clou liegt jedoch in zwei weiteren Alpha-Quellen, die jedoch nur kurz- und mittelfristig eingesetzt werden. Laut Funke verarbeiten Kapitalmärkte

Informationen häufig falsch oder unzureichend und ein bedeutender Teil der Kursbewegungen basiert nicht auf Informationen sondern auf Trading Pressure. „Basierend auf diesen zwei Alpha-Quellen haben wir ein quantitatives Anlagesystem entwickelt, welches eine nachhaltige Rendite von drei bis vier Prozentpunkten mehr pro Jahr gegenüber dem S & P 500 erzielen soll“, sagt Quant-Experte Funke.

Bei Übernahmen sind auch die Kurse von Wettbewerbern betroffen

Wie funktioniert dies in der Praxis? „Die Konsequenzen einer Übernahme für den Käufer sowie das übernommene Unternehmen ist in der Regel vom Kapitalmarkt in den Kursen eingepreist. Nicht aber die Auswirkungen der Transaktion auf die Wettbewerber beider Unternehmen. Dies untersuchen wir jedoch und wollen dadurch die Mehrrendite erzielen“, erklärt Funke. Die zweite Alpha-Quelle versucht die zukünftige Handelsaktivität der S & P- 500-Aktien zu prognostizieren. „Handelsdruck kann beispielsweise durch die Herausnahme einer Aktie aus einem Index ausgelöst werden, da indexnahe Fondsmanager diese Aktie dann verkaufen müssen“, sagt der Manager.

Informationen werden zu Renditeprognosen verdichtet

Die Informationen aus den drei Säulen würden vom Anlagesystem zu einer Renditevorhersage für die Werte des S & P 500 verarbeitet. „Wir überprüfen anschließend vor Öffnung der Wall Street die Renditevorhersagen auf Fehler und setzen das Ganze in einem gleichgewichteten Aktienportfolio von in der Regel 50 Titeln um.“ Der Umschlagsfaktor liegt bei etwa 100 Prozent, der Tracking Error bei circa acht Prozent.

Das Konzept des S4A US Long UI Fonds ist fundiert, aber kein Hexenwerk. Daher ist ein Erfolg wahrscheinlicher als ein Rohrkrepierer. Erfreulich ist zudem, dass der Fonds in den ersten drei Wochen schon 4,5 Millionen Dollar eingesammelt hat – Tendenz stark steigend.

Daten: S4A US Long UI Fonds

ISIN: DE 000 A1H 6HH 3 / A1H 6HH
Auflagedatum: 02.05.2011
Agio: bis zu 5,0 %
Jahresgebühr: 1,4 %
Erfolgsgebühr: 20 % > S&P 500 (High-Water-Mark)
Infos: www.universal-investment.de; www.source-for-alpha.de

Autor

Jörn Kränicke, €uro fondsxpress
www.fondsxpress.de

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