Gastbeiträge
Mit UCITS-Plattformen Zugang zu hochqualitativen alternativen Investments erhalten
Die Finanzkrise deckte Qualitäts-, Liquiditäts- und Transparenzdefizite vieler Hedgefonds auf, doch UCITS-III-regulierte Fonds können das Vertrauen der Anleger wiedergewinnen.
Positive Ergebnisse in jedem Marktumfeld zu erzielen, danach streben Hedgefonds. Doch spätestens die Finanzkrise offenbarte auch die Schwachstellen von unregulierten Hedgefondsstrategien. Als einige Anleger infolge sinkender Kurse ihre Hedgefonds-Anteile zurückgeben wollten, entpuppte sich die geringe Liquidität vieler Fonds als Manko.
Investoren beklagten zudem die mangelnde Transparenz, und tatsächlich dürfte es vielen Investoren schwerfallen, die Qualität eines Hedgefonds objektiv zu beurteilen. Auch dürfte es institutionellen Anlegern nicht immer möglich sein, die Einhaltung der Investmentstrategie fortlaufend zu überwachen. Die regulatorischen Anforderungen an Offshore-Fonds sind nur gering, und die niedrige Transparenz ermöglichte in Einzelfällen betrügerische Machenschaften.
UCITS-Regulierung schafft neues Vertrauen
Obwohl die Mehrheit der Anbieter seriös arbeitet, litt die Reputation der Branche trotzdem unter dem „Madoff-Effekt“. Aus der Sicht kleinerer Institutioneller ist die hohe Mindestanlagesumme von Hedgefonds zudem problematisch, denn der Zugang zu Einzelfonds ist oft erst ab Anlagen in sechsstelliger Höhe (EUR) möglich.
Inzwischen werden Hedgefonds-Strategien auch im UCITS-III-Mantel angeboten. Und da die EU-Investmentdirektive als Garant für Liquidität und Transparenz gilt, kann durch die Auflage im UCITS-Mantel das Vertrauen der Investoren in alternative Investmentstrategien wiedererweckt werden. Die Richtlinie beschränkt zwar die Möglichkeiten von Hedgefondsmanagern vor allem bei illiquiden Strategien, doch die gängigen Long/Short-Wertpapierstrategien und alle Ansätze, die auf börsennotierten Terminkontrakten basieren, bleiben ohne größere Einschränkungen für UCITS-regulierte Produkte umsetzbar.
Im Oktober 2009 etablierte der britische Vermögensverwalter Schroders die UCITS-III-konforme Fondsplattform GAIA (Global Alternative Investor Access) in Luxemburg, um auf die veränderten Bedürfnisse institutioneller Investoren einzugehen und den regulatorischen Entwicklungen Rechnung zu tragen.
GAIA kombiniert das Ertragsprofil erfolgreicher alternativer Investmentstrategien mit der durch im UCITS-Rahmen gewährleisteten Liquidität, Transparenz und Stabilität. Es vereint kurzum die Vorteile der traditionellen und der alternativen Anlagewelt. Für die Auswahl der auf GAIA verfügbaren Fonds ist die Schroders-Tochter Schroders NewFinance Capital (SNFC) verantwortlich, die ihre Expertise und ihre Branchenkontakte für die Suche nach Plattform-Neuzugängen nutzt.
GAIA-Plattform bietet viele Vorteile
SNFC führt die erforderlichen Untersuchungen durch und analysiert Prozesse und Management, während Schroders die Prüfung operativer Aspekte übernimmt. Letztlich werden lediglich jene Manager und Strategien ausgewählt, die innerhalb der UCITS-Regularien arbeiten können, ohne ihre Anlagephilosophie, ihren Prozess oder ihre Risikokontrollen wesentlich ändern zu müssen. Die auf der GAIA-Plattform ausgewählten Fonds werden durch hochwertige alternative Investmentmanager verwaltet, die sich durch langjährig erfolgreiche Produkte auszeichnen.
Mit GAIA etablierte Schroders einen neuen Qualitätsstandard für Anlagen in alternative Investments, der nicht nur auf der strengen Auswahl und täglichen Kontrolle der Manager beruht. Auch fortlaufendes Risikomanagement erhöht Sicherheit und Transparenz für Investoren. SNFC schätzt kontinuierlich das Anlagerisiko ein, was den Vorteil der Transparenz für das gesamte Portfolio bringt. Analysten bewerten Wertentwicklung und Anlagestil. Aber auch Liquidität, Optimierung und Konzentration von Strategien werden eingehend analysiert und tragen zur Risikokontrolle bei.
Schroders bietet institutionellen Investoren individuellen Kundenservice und umfassende Administrationsunterstützung und nutzt sein globales Vertriebsnetz und seine Servicekapazitäten. Die GAIA-Plattform eröffnet durch geringere Mindestanlagesummen zudem einem breiteren Investorenkreis Zugang zu qualitativ hochwertigen alternativen Investments.
Erfolgreiche Strategien für alle Bedürfnisse
Derzeit sind vier Fonds auf der GAIA-Plattform verfügbar. Der Schroder GAIA Egerton European Equity investiert vorwiegend in europäische Aktien. Sein klarer und präziser, auf der Bottom-up-Analyse von Einzeltiteln basierender Investmentprozess ist benchmarkunabhängig. Der nach einer ähnlichen Strategie verwaltete Egerton European Equity Fund brachte seit seiner Auflage im Jahr 1994 per Ende April 2011 mit einer jährlichen Nettorendite von rund 16 Prozent ein hervorragendes Ergebnis.
Mit dem Schroder GAIA CQS Credit ist daneben ein Fonds für absolute Renditen auf der GAIA-Plattform angesiedelt, der in Unternehmensanleihen und liquide Kreditsicherungen (CDS) investiert. Er strebt gegenüber dem Interbankensatz LIBOR Mehrrenditen von vier bis acht Prozent netto an. Dabei weist das Produkt eine geringe Korrelation zu traditionellen Anleiheindizes und Unternehmensanleihen-Fonds auf.
Wer Engagements in Schwellenländern sucht, findet mit dem Schroder GAIA Sloane Robinson Emerging Markets einen Fonds mit Long/Short-Ansatz auf der GAIA-Plattform, der mittel- bis langfristig beabsichtigt, absolute Erträge durch die Bottom-up-Analyse von Einzeltiteln zu erzielen.
Der Dachfonds Schroder GAIA Opus Multi Strategy schließlich kombiniert eine Top-down-Strategieallokation mit einer Bottom-up-Managerauswahl. Dynamische Allokationen entstehen mithilfe verschiedener Strategien, darunter Long/Short-Equity, Global Macro oder Event Driven. Die Zielrendite liegt bei zwei bis sechs Prozent über dem Interbankenzinssatz EONIA, die angestrebte Volatilität zwischen drei und sieben Prozent.
Fazit
Für die GAIA-Plattform werden nicht möglichst viele, sondern nur die besten Strategien und Manager ausgewählt. Diese Qualität bietet die besten Voraussetzungen für attraktive, gegenüber klassischen Anlagen niedrig korrelierte Renditen.
Vita
Achim Küssner ist Geschäftsführer der Schroder Investment Management GmbH und verantwortlich für Deutschland, Österreich, Benelux und die Region CEE. Vor seinem Wechsel zu Schroders war Achim Küssner Geschäftsführer bei Merrill Lynch Investment Managers (später BlackRock) und vorher Vertriebsleiter bei Mercury Asset Management.
Seine Karriere begann Achim Küssner bei Fleming Asset Management. Er ist zudem Aufsichtsratsmitglied der Luxemburger SICAV-Gesellschaften inklusive GAIA und der Schroder Property KAG.
Hintergrund
Schroders ist mit einer über 200-jährigen Investmenttradition eine der großen unabhängigen, global aktiven Vermögensverwaltungen und betreut 227,5 Milliarden Euro für private und institutionelle Anleger weltweit. 1991 trat Schroder Investment Management in den kontinentaleuropäischen Markt ein und verwaltet in elf Ländern rund 57,6 Milliarden Euro. Im Mai 2006 hat Schroders den erfahrenen Dachfondsmanager NewFinance Capital übernommen und 2010 die GAIA-Plattform zugelassen.
Kontakt
Achim Küssner
Telefon: +49 (0)69 975 171-223
Email: invest@schroders.com
www.schroders.de
