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Hedgefonds-Investoren wollen mehr Transparenz, Liquidität und Sicherheit

Hedgefonds beginnen sich von den Folgen der Finanzkrise zu erholen: Die Zahl der Neugründungen steigt und die Anlagevermögen wachsen. Doch viele Investoren denken um und verlangen ein höheres Maß an Sicherheit, Transparenz, Liquidität - und mehr Service.


Das Anlagevermögen von Hedgefonds ist zuletzt wieder stark angestiegen. Im ersten Quartal 2011 erreichten die Assets under Management weltweit einen neuen Rekord von mehr als 2000 Milliarden Dollar. Der bisherige Höchststand von 1930 Milliarden Dollar wurde im zweiten Quartal 2008 registriert. Die einsetzende Finanzkrise hatte zwischenzeitlich durch Kursverluste, Mittelabflüsse und Fondsauflösungen für ein rapides Absinken der Anlagevermögen gesorgt. Die Anzahl der registrierten Hedgefonds ist seit Ende 2009 – trotz diverser Fondsstreichungen – von 9045 auf nun 9418 gestiegen.

Dies ist das Ergebnis des aktuellen Vision Report von State Street mit dem Titel „Hedge Funds: Rebuilding on a New Foundation“ von August 2011 (Die Studie kann hier heruntergeladen werden). Die Vision Serie behandelt wichtige Trends, die Einfluss auf die Finanzdienstleistungsbranche haben.
 
Die State Street Corporation, einer der weltweit führenden Dienstleister für institutionelle Inves­toren, wertet das Wiedererstarken der Hedgefonds als Zeichen dafür, dass die Branche die Folgen der Finanzkrise überwunden und sich erfolgreich den daraus erwachsenen Herausforderungen gestellt hat. „Infolge der Krise registrierten viele Hedgefonds­anleger die Bedeutung des Risikomanagements, das sie bis dahin meist den Fondsmanagern überlassen hatten“, sagt George Sullivan, Executive Vice President von State Street Alternative Investment Solutions in Boston/USA.

Für institutionelle Investoren, die in Hedgefonds investieren wollen, komme es bei der Produktauswahl inzwischen auf mehrere Faktoren an, wie Sullivan aufzählt: Die Anlagestrategie und die Performance, Transparenz, Portfolioliquidität, operative Due Diligence, die laufende Überprüfung von Preisstellungen und Sperrfristen, die Unabhängigkeit von Depotbanken und Verwaltern und last but not least die Unterstützung der Fondsmanager durch externe Dienstleister wie etwa State Street.

Immer mehr Investoren suchen nach absoluten Erträgen

Eine Folge der Finanzkrise, die alle möglichen Asset-Klassen Verluste bescherte, ist, dass nun auch solche Inves­to­ren verstärkt Hedgefonds nachfragen, die sich zuvor wenig dafür interessierten: Pensionsfonds, Versicherer, Stiftungen und auch Privatanleger. Ihr Hauptinteresse gilt der Erzielung absoluter Erträge, wie State Street beobachtet hat, was ihnen nicht nur durch Single- oder Dach-Hedgefonds ermög­licht wird, sondern auch durch UCITS-III-Fon­ds oder ETFs auf Hedgefonds(strategien). 

Speziell Trends wie die Alterung der Bevölkerung und die chronische Unterfinanzierung der Altersvorsorge würden eine erhebliche Nachfrage nach Alternativen Investments auslösen. Das würden laut State Street bereits diverse Untersuchungen bestätigen. Zugleich würden die Investoren mehr und detailliertere Informationen verlangen: „Die Anleger wollen zeitnah informiert sein, wie und wo der Fondsmanager investiert und wie hoch beispielsweise das Portfolio gehebelt ist. Und sie wollen die Infos so aufbereitet, dass sie die Anlagerisiken besser überschauen können.

Drawdowns als Einstiegssignal

Gerade für kleinere Hedgefonds werde der erhöhte Infomationsbedarf zu einer Herausforderung – ahnt Sullivan – die sie allein kaum lösen können. Andererseits müssen sie sich dieser Herausforderung stellen – schon allein durch die Ansprüche der Aufsichtsbehörden (Dodd-Frank in den USA, AIFM in der EU).

Kontakt

vision@statestreet.com