Gastbeitrag von Erik Schafhauser
Handelsplattform der Saxo Bank - Vorreiter aus Dänemark
1996 trat die Saxo Bank als Erster anbieter einer Devisen-Handelsplattform im Markt auf. Es ist eine der am breitesten aufgestellten – und für die meisten Kunden einsetzbare – Plattformen entstanden.
Die Handelsplattform der Saxo Bank ist konstant in Entwicklung. Es können Devisen, Devisenoptionen, Forward Outrights, CFD’s auf Aktien, Indices, Rohstoffe und ETF’s, Aktien, Anleihen und Futures gehandelt werden. Zum Jahresende steht mit börsengehandelten Optionen auf Futures und Aktien die nächste große Entwicklungsstufe an.
Zielkunden der Saxo Bank sind Privatkunden, die ihr Portfolio selbst in die Hand nehmen wollen, institutionelle Kunden, Vermögensverwalter und auch Banken. Je nach Kunde wird die Plattform leicht angepasst, bleibt aber im Großen und Ganzen die Gleiche. Ein Vermögensverwalter erhält einige Zusatzfunktionen, wie Blocktrading und Zugriff auf die Kundenkonten, die ein Privatkunde nicht braucht.
Eine Bank kann die Plattform ihren Kunden zur Verfügung stellen (White Labeling) und somit schnell und einfach ihr Produktangebot erheblich erweitern. Dafür benötigt sie Branding, spezielles Reporting, Kundenverwaltung und Kontostrukturen, die weder Private noch Institutionelle benötigen. Je nach Kunde können Konditionen und Produkte frei konfiguriert werden, so kann ein White-Label-Kunde entscheiden, dass seine Kunden nur bestimmte Produktklassen handeln dürfen, zum Beispiel nur Devisen oder nur Aktien.
Transparenz und Service
Die Saxo Bank hat ein klar definiertes Geschäftsmodell. Sie tritt im Markt als Intermediär auf und bietet ihren Kunden eine Plattform an, die deren Handelsanforderungen gerecht wird. Diverse Auszeichnungen bestätigen, dass die Bank auf dem richtigen Weg ist. Besonders erfreulich war, dass der CitiFX Pro, ein White-Label-Kunde, im letzten Jahr von der FX Week als beste Retail-Plattform ausgezeichnet wurde.
Die hohe Kundenzufriedenheit basiert stark auf unserem Service, der Transparenz und unserem Preismodell. Auch als reine Onlinebank stehen Menschen hinter der Plattform, die erreichbar sind und im Falle eines Falles helfen können. Transparenz wiederum bedeutet für uns, dass Kunden jederzeit alle Handelsaktivitäten von der Kontoeröffnung bis zur Schließung nachvollziehen können.
Da insbesondere bei OTC-Transaktionen immer die Befürchtung besteht, dass Exekutionen eventuell nicht im Sinne des Kunden ausgeführt werden, berichtet die Saxo Bank alle Transaktionen in CFD’s auf Aktien im MiFID-Raum an den englischen Informationsanbieter Markit zur Veröffentlichung. In Zusammenarbeit mit der dänischen Finanzaufsicht wurden Millionen an Devisentransaktionen geprüft und keine systematische Beanstandung gefunden. Durchgeführt wurde die Untersuchung von Oliver Wyman als unabhängiger Prüfer.
Volatilität – gekommen, um zu bleiben
Die Krise des Euro und die allgemein unsichere Situation in den USA und anderen Märkten machen die Devisenmärkte extrem spannend, aber auch durchaus anspruchsvoll. Gerade auch erfahrene Händler hatten einige Schwierigkeiten, sich auf die neuen Realitäten und die Volatilitäten einzustellen, da sich die Märkte zum Teil doch grundlegend geändert haben. Lag die durchschnittliche Tagessschwankung (gerechnet auf 14 Tage) des Euro gegen den Schweizer Franken Ende 2009 bei knapp 0,0050 stieg sie jüngst bis auf 0,0400 an.
Zwar war erwartet worden, dass die Schweizerische Nationalbank SNB früher oder später auf den dramatischen Anstieg des Franken reagieren würde, Zeitpunkt und Heftigkeit der Intervention haben aber doch viele Marktteilnehmer überrascht.
Ein anderes Beispiel ist der Goldpreis, der dieser Tage die größte Tagesbewegung seit 30 Jahren erlebte. In solchen Märkten versagen Erfahrungswerte schnell, selbst dann, wenn man meint über Erfahrung zu verfügen, wie sich Märkte verhalten. Kein Wunder, dass hier viele Akteure auf dem falschen Fuß erwischt wurden.
Die Experten der Saxo Bank erwarten nicht, dass sich die Märkte in naher Zukunft beruhigen werden, sondern sehen die Unsicherheiten noch eine Weile weiterbestehen. Das wahrscheinlichste Marktszenario geht zunächst von einer weiterhin expansiven Geldpolitik aus, die wir unter dem Stichwort „Maximum Intervention“ zusammenfassen. Doch sobald sich zeigen sollte, dass die eingeleiteten Maßnahmen ohne Erfolg bleiben, dürften die Märkte erneut in ein Krisenumfeld abrutschen. Die hohen Schuldenstände lassen sich ohne Sparmaßnahmen nicht reduzieren. Dies zeigt das Beispiel der USA nach zwei Runden des Quantitative Easings ganz deutlich.
Volatilität ausnutzen
Das aktuelle Marktumfeld fordert ein angepasstes Handelsverhalten. Für Händler, die reine Spot-Positionen bevorzugen, gilt, dass die Positionsgrößen angepasst werden sollten, um den neuen Volatilitäten gerecht zu werden. Problematisch ist, dass die Märkte zeitweise recht ruhig vor sich hin handeln, um dann sprunghaft auf neue Nachrichten oder sonstige Ereignisse zu reagieren.
In einem solchen Umfeld bietet es sich an, dem Portfolio Optionen zumindest beizumischen. Optionen eröffnen die Möglichkeit, auf eine direktionale Bewegung aber auch auf steigende wie auf fallende Volatilität zu setzen. Sie können sowohl zur Spekulation auf gewisse Kurs- und Volatilitätsbewegungen benutzt werden wie auch zur Absicherung eines bestehenden Portfolios gegen solche Bewegungen. So ist eine Option mit negativer Korrelation zu bestehenden Positionen eine Möglichkeit, die Portfoliovarianz zu reduzieren und damit das gesamte Portfolio beständiger für negative Marktphasen zu machen.
Neben den klassischen (Plain Vanilla) Devisenoptionen bietet die Saxo Bank seit kurzem auch binäre Optionen an. Beide Optionstypen können online mit wenigen Mausklicks gehandelt werden und ergänzen das breite Angebot an Spot- und Forward-Geschäften, die auf derselben Plattform getätigt werden können. Das System ist soweit integriert, dass Optionen, welche als Absicherung zu bestehenden Spotpositionen eingegangen werden, die benötigte Marginhinterlegung für diese Positionen reduziert.
Die Basisdaten der Plain-Vanilla- und der binären Devisenoptionen sind recht ähnlich, die grundlegende Funktionsweise und die Abwicklung unterscheiden sich aber grundlegend.
Die klassische Devisenoption funktioniert folgendermaßen: Der Käufer der Option bezahlt eine Prämie, die ihm das Recht (nicht jedoch die Pflicht) gibt, am Verfallstag ein Devisenpaar zu einem bestimmten Kurs (Strike) zu kaufen (Call-Option) oder zu verkaufen (Put-Option). Die Parameter, die gewählt werden müssen, sind also neben dem Währungspaar und Handelsbetrag auch ein bestimmter Verfallstag sowie der gewünschte Strike. Ist die Option am Verfallstag „im Geld“, liegt also der aktuelle Devisenkurs bei einem Call über dem Strike der Option, wird der Käufer der Option diese ausüben. Er bekommt eine Spotposition zum Strikekurs, der in diesem Fall tiefer als der aktuelle Marktkurs ist.
Ist die Option „aus dem Geld“, wird der Käufer der Option von seinem Recht nicht Gebrauch machen. Er kann zum aktuellen Kurs tiefer kaufen als über die Option, die damit wertlos verfällt. Der Käufer einer Option, ungeachtet ob es sich um Call oder Put handelt, bezahlt einmalig eine Prämie und kauft sich damit die Chance auf theoretisch unbegrenzte Gewinne. Der Verlust ist auf die gezahlte Prämie begrenzt. Dieses asymmetrische Risikoprofil macht Optionen interessant und schafft neue Möglichkeiten und Flexibilität beim Portfoliomanagement.
Der Verkäufer einer Option – auch Stillhalter genannt – ist die Gegenpartei zum Käufer und erhält für den Verkauf eine Prämie. Er verpflichtet sich, die Option zu erfüllen, wenn der Käufer dies verlangt. Der maximale Gewinn des Verkäufers ist auf die erhaltene Prämie begrenzt, der Verlust theoretisch unbegrenzt.
Breite Einsatzmöglichkeiten von Optionen
Die einfachste Art, Optionen zu benutzen, ist eine direktionale Meinung umzusetzen. Ist man der Meinung, dass EUR/USD in der nächsten Zeit über 1,40 steigen wird, kann man entweder einen Call kaufen oder einen Put verkaufen.
Die zweite Stufe von Optionsstrategien ist die Kombination verschiedener Optionen miteinander bzw. mit Spot- und Forwardpositionen. So kann man zum Beispiel einen Put und einen Call kaufen und damit auf eine Bewegung nach oben oder unten setzen, ohne sich auf eine Seite festlegen zu müssen.
Im Gegensatz zu klassischen Optionen funktionieren binäre
Optionen nach einem klaren
Ja/Nein-Prinzip. Hier wird kein Strike festgelegt, sondern eine Barriere sowie
ein bestimmter Auszahlungsbetrag und ein Verfallszeitpunkt.
Kauft man eine „One Touch Option“, erhält man den gewählten Auszahlungsbetrag, wenn die Barriere vor dem Verfallszeitpunkt einmalig erreicht wird. Für dieses Recht muss jedoch auch eine Prämie bezahlt werden. Je nach Wahrscheinlichkeit des Erreichens der Barriere macht diese Prämie einen kleinen oder großen Prozentsatz des Auszahlungsbetrags aus, nie jedoch mehr als 100 Prozent. Kauft man andererseits eine „No Touch Option“, erhält man den Auszahlungsbetrag, wenn die Barriere während der Laufzeit nie erreicht wird.
Sicherer Hafen gesucht
Nachdem der Schweizer Franken, Gold und Yen aufgrund der hohen Volatilität nicht mehr wirklich als sicherer Hafen geeignet sind, stellt sich die Frage nach Nachfolgern. Der US-Dollar wird diese Rolle sicherlich noch – zumindest für US-basierte Anleger – einnehmen. Außerhalb wird die Suche nach Sicherheit deutlich schwerer. Spätestens nach dem Downgrade durch S&P ist es fraglich, ob viele europäische Investoren in Phasen der Unsicherheit in den Dollar fliehen.
Als Alternative bietet sich beispielsweise die norwegische Krone an, die wegen der geringen Verschuldung, den Rohstoffen und den gut ausgestatteten Staatsfonds sehr attraktiv ist. Allerdings ist die norwegische Volkswirtschaft nicht sehr groß, und was passieren kann, wenn eine relativ kleine Wirtschaft auf einmal sehr viele Investitionen aufnehmen muss, haben wir gerade erst in der Schweiz gesehen.
Ein weiterer Kandidat könnte der chinesische Yuan sein, der sich durch die Bindung an den US-Dollar (bisher) nicht sprunghaft bewegt und sicherlich interessante Perspektiven bietet. Seit kurzem ist der Yuan auch auf der Plattform der Saxo Bank verfügbar und kann online offshore gehandelt werden.
Vita
Erik Schafhauser ist seit 1994 im Finanzmarkt aktiv. Nach der KBC, der Dresdner Bank und Reuters ist er seit 2005 im Handel der Saxo Bank tätig. Neben der aktiven Betreuung von Großkunden im Handel mit Devisen, CFD’s, Optionen und Futures zählen Seminare, Pressearbeit und Ausbildung zu seinen Aufgaben.
Die Saxo Bank ist eine globale Investmentbank, die sich auf Online-Trading an den internationalen Kapitalmärkten spezialisiert hat. Sie ermöglicht privaten und institutionellen Kunden den Handel mit Devisen, CFDs, börsengehandelten Fonds, Aktien, Futures, Optionen und anderen Derivaten über eine mehrfach preisgekrönte Multiprodukt-Plattform.
Als voll lizenzierte und regulierte europäische Bank bietet sie Kunden aus der Finanzbranche, Privatkunden, Institutionen, Banken und Brokern ihr leistungsstarkes Produktspektrum an. Dank überragendem Kundenservice und attraktiver Preise gehört die Saxo Bank zu den bedeutendsten Akteuren im Online-Trading. Als Pionier im Online-Handel hat die Saxo Bank im Lauf der Jahre eine umfassende Sachkenntnis der Märkte und der spezifischen Kundenbedürfnisse erlangt. Diese Expertise im Verbund mit einer preisgekrönten Technologie eröffnen privaten Investoren und Tradern völlig neue Möglichkeiten.
Kontakt
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