Gastbeitrag

Edle Streichinstrumente – eine einzigartige Anlageklasse

Die Wertanlage in hochwertige Streichinstrumente bietet als noch eher unbekannte Anlageklasse Privatanlegern und institutionellen Investoren eine außergewöhn­liche Alternative im Bereich der Sachwertinvestments.


Jost Thöne,
Christian Reister

Auktionen bestätigen immer wieder die Werthaltigkeit von ausgesuchten Musik­instrumenten und lassen Streichinstrumente als Wertanlage in den Fokus von Investoren rücken. So auch aktuell die bis Ende Juni 2014 angesetzte Auktion einer Stradivari, der sogenannten MacDonald-Bratsche, deren Mindestgebot bei 45 Millionen US-Dollar liegt. Sicherlich eine Ausnahmesituation, denn es existieren im Gegensatz zu Geigen nur noch zehn Bratschen von Antonio Stradivari. Doch der Trend hin zu hochwertigen Streichinstrumenten ist international zu beobachten. Durch das gestiegene Interesse aus Russland und dem asiatischen Raum übersteigt die Nachfrage nach erstklassigen Streichinstrumenten inzwischen das Angebot bei Weitem.

Dabei sind die in dieser Kombination einzigartigen Vorteile der Anlageklasse Streich­instrument zu nennen: eine beständig positive Wertentwicklung über Jahrzehnte, die gerin­ge Korrelation zu anderen Anlageklassen, die niedrigen jährlichen Kosten (inkl. Versicherung), die einfache Mobilität des Investitionsobjektes sowie die „Genuss-Rendite“ in Form von Privatkonzerten. Diese Vorteile werden sowohl von historischen, als auch von zeitgenössischen Streichinstrumenten höchster Qualität erfüllt.

Um insbesondere deutschen Investoren den Zugang zu diesem weltweit begrenzten Markt zu ermöglichen, hat Violin Assets einen Rating-ähnlichen Auswahlprozess etabliert – transparent und leicht für den Investor nachzuvollziehen – und ein entsprechendes Güte­siegel eingeführt: „Violin Assets certified“ steht für Instrumente, welche sich zur Inves­tition eignen. Unterteilt wird dabei in drei Hauptkategorien: Geigenbauer, Zustand und Klang sowie die Unterkategorien Entstehungsjahr und Spielerhistorie. Dafür werden jeweils Qualitätsstufen von 1aaa (außergewöhnlich) bis 3 (ungeeignet) gebildet. Damit das Instrument das Siegel erhält, muss die Gesamtnote mindestens die Qualitätsstufe 1b (gut) ergeben.

            Das „Violin Assets“-Siegel erläutert am Beispiel einer Stradivari-Violine:

            • Geigenbauer: Antonio Stradivari (1aaa)

            • Zustand: sehr gut erhalten, Reparaturen fachmännisch (1a)

            • Klang: sehr gut (1a)

            • Entstehungsjahr: 1715, goldene Periode (1aa)

            • Spielerhistorie: sehr bekannt (1aa)

            • Gesamtnote 1a bis 1aa

            • Preis: 4,05 Mio. EUR

            • Rendite 2009–2014: 8,1% p.a.

Eine Investition in diese Anlageklasse ist sowohl in Form des Einzelinvestments als auch über eine Investorengemeinschaft möglich. Violin Assets ist neben dem Verkauf und der Vermittlung von hochwertigen Einzelinstrumenten auch in der Gestaltung von Pooling-Strukturen tätig. Die Auflage eines Fonds ist geplant. Des Weiteren berät das Unternehmen auch beim gezielten Aufbau von Sammlungen. Die Kosten einer „All Risk“-Versicherung betragen zwischen 0,30 Prozent und 0,75 Prozent des Marktwertes.

Für die Wertentwicklung von Streichinstrumenten reicht der Betrachtungszeitraum zurück bis ins Jahr 1907 (siehe Grafik 1). Grundlage der Bewertung ist das Standardwerk zur Wertentwicklung von Streichinstrumenten, die sogenannte Albert Fuchs Taxe. Die 17. Auflage der Taxe wird voraussichtlich im Herbst 2014 erscheinen. Dann wird eine erneute Aktualisierung der bestehenden Charts und Performancekennziffern erfolgen.

Stradivari und Guarneri: Die in Cremona beheimateten und wohl berühmtesten Geigen­bauer der Welt, Antonio Stradivari und Guiseppe Guarneri del Gesù, stellen in der Welt der Streichinstrumente den Hochpunkt dieser Handwerkskunst dar und sind bis heute von hoher kunsthistorischer Bedeutung. Mit einer jährlichen Wertsteigerung von über 10 Prozent bilden diese meisterhaften Instrumente die Spitze der Anlagemöglichkeiten bei Streich­instrumenten. Das bekannteste Beispiel hierfür bietet die Versteigerung der Violine »Lady Blunt« von Antonio Stradivari aus dem Jahr 1721, welche im Sommer 2011 für rund elf Millionen Euro den Eigentümer wechselte.

Meister ihres Fachs: Violin Assets konnte mit seinem Investmentmodell zeigen, dass sich neben den zwei großen Cremonesern Geigenbauern auch weitere Meister des 18. und 19. Jahrhunderts zur Investition eignen, deren Instrumente mit durchschnittlichen Renditen von 8 bis 10 Prozent ein attraktives Investment darstellen. Diese Instrumente mit Bewer­tungen von bis zu einer Million Euro bieten häufig attraktive Gelegenheiten für die Kapitalanlage, da auch hier die Nachfrage kontinuierlich steigt.

Auch der moderne italienische Geigenbau des 20. Jahrhunderts brachte zahlreiche hervor­ragende Instrumente hervor. Die hohe Wertschätzung für den modernen Instrumentenbau drückt sich nicht zuletzt in der durchschnittlich zweistelligen Wertentwicklung aus, ­wobei die Einstiegsinvestition bei 25.000 Euro liegt. Exemplarisch für die Wertentwicklung der Instrumente zweier zeitgenössischer Geigenbauer seien Alessandro di Matteo und ­Alessandro Ciciliati genannt (siehe Grafik 2).

Die Investition in ein Instrument kann mit Talentförderung verbunden werden, ­indem das Instrument als Leihgabe an einen jungen Solisten gegeben wird. Dem hoch­begabten Musiker wird der Zugang zu einem Instrument eröffnet, das ihn optimal in ­seinen spielerischen Fähigkeiten unterstützt und so die musikalische Karriere aktiv ­fördert. Auch ist eine Reihe von Stiftungen in der Förderung von Talenten tätig, so u.a. der Deutsche Musikinstrumentenfonds.

Fazit: Hochwertige Streichinstrumente stellen eine einzigartige Anlageklasse innerhalb des Kapitalmarktes dar, denn die krisenfeste Rendite von 8 bis 10 Prozent p.a. in Verbindung mit der gezielten Kultur- und Talentförderung bieten eine einzigartige Kombination, mit der Kapitalanlage etwas zu bewegen. Violin Assets verfügt in diesem begrenzten Markt über langjährige Erfahrung, über qualifizierten Zugang und bündelt dies in einem eigens entwickelten Investitionssiegel. Anlagegeeignete Instrumente zu Preisen von 25.000 Euro bis hin zu mehreren Millionen Euro werden vorgeprüft und bilden so eine solide Grundlage für die Investitionsentscheidung.

Grafik1: Die Wertentwicklung der Violinen italienischer und französischer Geigenbauer seit 1907, umgerechnet in Euro (Quelle: Violin Assets, Fuchs-Taxe). Seit den 1980er-Jahren ist das weltweite Interesse deutlich gestiegen, u.a. durch die kontinuierlich hohe Nachfrage aus Asien und Russland; Quelle: Violin Assets
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Grafik 2: Die Wertentwicklung der Instrumente von Alessandro di Matteo und Alessandro Ciciliati, zweier zeitgenössischer Geigenbauer; Quelle: Violin Assets
GB_ViolinAssets_grafik2

Vita:

Christian Reister ist seit 20 Jahren in den Bereichen Wealth Management und Asset Management tätig. In den letzten 10 Jahren arbeitete er für M&G Investments in Frankfurt, sowie für Metzler Asset Management. Als Prokurist und ­Director Business Development war er bis 2013 für institutionelle Kunden in internatio­nalen Märkten tätig. Als Geschäftsführer von Violin Assets ist Christian Reister für Kundenbetreuung und Produktmanagement verantwortlich.

Jost Thöne studierte Musik und Viola und ist seit 25 Jahren erfolgreich im Streich­instrumenten-Handel tätig. Er gilt international als ausgewiesener Experte für Streichinstrumente.

Unternehmensporträt:

VIOLIN ASSETS GmbH bietet hochwertige und zertifizierte Streichinstrumente zur Investitionszwecken an. Darüber hinaus ist die Förderung junger talentierter Musiker ein persönliches Anliegen der Gründer Jost Thöne und Christian Reister.