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Dach-Hedgefonds sind tot – es lebe der konzentrierte Basket!
Der Dach-Hedgefonds PCAM Blue Chip Ltd. von Prime Capital hat als erster deutscher Fonds den HFM Week European Performance Award in der Kategorie "Fund of Hedge Funds Multi Strategy" gewonnen. Er konnte die Jury mit einer „stetigen Outperformance sämtlicher Benchmarks in jedem Marktumfeld“ überzeugen. Das wirft Fragen auf: Was unterscheidet die Anlagestrategie von Prime Capital von anderen Dach-Hedgefonds? Ist die erzielte Performance nachhaltig? Und welche Anleger investieren heutzutage noch in Dach-Hedgefonds?
Leiter Client Solutions,
Prime Capital
Beim Blue Chip Basket von Prime Capital handelt es sich um einen konzentrierten Basket von erstklassigen, schwer zugänglichen Managern. In den Auswahlpool kommen nur Manager, die ein Mindestvolumen von 5 Milliarden USD verwalten und einen Live Track Record von mindestens 3 Jahren aufweisen können. Diversifikationseffekte werden über die Auswahl von Managern aus verschiedenen Strategiebereichen erzielt.
Multi-Strategy und Event Driven erhalten derzeit die größte Allokation, Manager aus den Bereichen Tactical Trading und Relative Value sind jedoch auch vertreten. Ziel der Anlagestrategie ist es, einen Mehrwert durch die sorgfältige Auswahl von Best-in-Class-Managern zu generieren, verbunden mit einer proaktiven Portfoliokonstruktion und einem systematischen Risikomanagement.
So weit, so gut. Im Vergleich zu anderen Dachfonds-Managern klingt das noch nicht wesentlich anders. Der Unterschied liegt jedoch in dem, worauf bewusst verzichtet wird sowie in dem, was nicht nur als Marketingbegriff gemeint ist, sondern gelebt wird.
Erstklassige Manager bevorzugt
Ein konzentrierter Basket mit rund einem Dutzend erstklassiger Manager ist eben nicht dasselbe wie ein klassischer Dachfonds mit 30 bis 50 Managern. Analysen zeigen, dass zur wirkungsvollen Diversifikation schon eine Handvoll guter Manager reichen, insbesondere bei einem signifikanten Multi-Strategy-Anteil. Je höher die Anzahl der Manager, umso größer der Aufwand bei der Analyse und beim Management, ohne zwingend einen Mehrwert zu generieren.
Der Anleger möchte in die besten Manager jeder Strategieklasse investiert sein. Das zusätzliche Investieren in die zweite Garde senkt nur den Durchschnitt. Auch der Verzicht auf ein aktivistisches Top-Down-Management erzeugt Mehrwert. Klassische Dachfonds-Manager entwickeln meist einen eigenen Macro View und leiten daraus einen umfangreichen Aktivitäts- und Umschichtungsbedarf ab. Prime Capital ist der Meinung, dass Anleger hierfür die klügsten Köpfe der Branche engagieren sollten – eben jene, in die der Blue Chip Basket investiert ist.
Bei manchen Dachfonds entsteht der Eindruck, dass die Anzahl der Manager sowie der umfangreiche, eigene Investmentprozess nur dazu dienen, um hohe Gebühren zu rechtfertigen. Beim Blue Chip Basket wird nur das betrieben, was eine Verbesserung der Performance für den Anleger verspricht. Deswegen können wir den Fonds auch zu attraktiven Konditionen anbieten: 50 bps p.a. und keine Performance Fee bei den institutionellen Share Classes A und B, was wiederum der Performance zugute kommt.
Eine sorgfältige Auswahl der Best-in-Class-Manager heißt für uns, konsequent eine Investment- und Operational-Due-Diligence durchzuführen und regelmäßig mit dem verantwortlichen Manager zu sprechen. Unser Auswahlprozess beinhaltet außerdem ein kontinuierliches Monitoring und basiert auf der umfangreichen, eigenen Datenbank Prime Capital Datascope. Letztendlich zählt aber nur eine Verhaltensmaxime, an der sich auch jede sorgfältige Auswahl messen lassen muss: Im Zweifel nicht investieren!
Die zentrale Herausforderung bei der Konstruktion eines Dach-Hedgefonds ist die Identifikation komplementärer Manager und das Aufspüren von versteckten Risiken. Die Werttreiber der einzelnen Zielfonds sind sehr heterogen. Neben geeigneten quantitativen Systemen ist die Erfahrung der handelnden Personen bei der Konstruktion von entscheidender Bedeutung.
Basierend auf einem detaillierten Verständnis der Risikoeigenschaften und -beiträge der einzelnen Manager wird bei der Portfoliokonstruktion angestrebt, in allen Macro-Szenarios eine attraktive Performance zu erwirtschaften.
Dazu legen wir den Fokus auf das Vermeiden von „Landminen“ und nicht auf möglichst hohe Renditen, falls ein erwartetes Szenario eintritt. Ein monatliches Monitoring der investierten sowie der potenziellen Zielfonds, der Risikobeiträge aller Fonds zum Portfolio sowie des Risikoprofils des Gesamtportfolios sind für uns unabdingbar.
Track Record muss stimmen
Die kumulierte Performance des Blue Chip Basket betrug seit Auflegung im Oktober 2007 31,1%, was einer annualisierten Rendite von 7,9% entspricht. Mit einer bisherigen Performance bis Ende Mai 2011 von 4,7% gehört der Fonds in diesem Jahr erneut zu den besten Produkten seiner Anlageklasse. Mit diesem positiven Track Record von mehr als 3 Jahren trauen wir uns zu, gegenüber unseren Kunden von einer nachhaltigen Performance zu sprechen.

Nachhaltig auch deshalb, weil dahinter eine Anlagephilosophie steht, die wie oben beschrieben auf einer sorgfältigen Auswahl der Best-in-Class-Manager, einer proaktiven Portfoliokonstruktion, einem systematischen Risikomanagement und einer günstigen Kostenstruktur basiert.
Beim Stichwort „Kunden“ kommen wir zur eigentlichen Herausforderung beim Auflegen und Managen eines Blue Chip Baskets: Welche Anleger investieren heutzutage noch in Dach-Hedgefonds? Hedgefonds allgemein kann man in Deutschland nicht gerade als Lieblinge der Politik oder der Medien bezeichnen. Auch haben nicht alle Dach-Hedgefonds in der Vergangenheit gehalten, was sie versprochen haben.
Beim Vertrieb empfiehlt es sich deshalb, zunächst einmal einen Performance-Chart ohne die Namensbezeichnung „Hedgefonds“, aber mit der Benchmark Aktien oder gemischte Fonds, auf den Tisch zu legen.
Viele Top-Manager sind für Neuinvestments geschlossen
Der professionelle Anleger, der gezielt in Hedgefonds investieren möchte, ist weniger an fertigen Dachfonds-Konzepten interessiert, sondern möchte selber erstklassige Single-Manager aussuchen und zu seinem eigenen, individuellen Portfolio zusammenstellen. Ein konzentrierter Basket kommt diesem Bedürfnis deutlich näher als ein klassischer Dachfonds.
Dies gilt insbesondere dann, wenn es bei den ausgewählten Managern eine hohe Übereinstimmung mit den Präferenzen des Anlegers gibt. Auch sollte berücksichtigt werden, dass „hard-to-access“ im Jahr 3 nach der Krise nicht nur eine Marketingphrase ist, sondern einige der begehrtesten Manager tatsächlich nicht mehr für Neuinvestoren offen sind.
Bei deutschen Anlegern ist die Auswahl des richtigen Managers die Kür. Die Pflicht besteht indes in einer Investmentstruktur, die möglichst alle bilanziellen, regulatorischen und steuerlichen Anforderungen erfüllt. Die direkte Investition in Offshore-Fonds ist für Privatanleger neuerdings steuertransparent, für viele institutionelle Anleger aber nicht möglich.
Daher haben sich über Jahre hinweg Verbriefungen als ein möglicher Lösungsweg etabliert, wobei Bankschuldverschreibungen nach der Finanzkrise wegen Kreditrisiken und hohen Kosten – Stichwort Basel III und Eigenmittelunterlegung – nicht mehr erste Wahl sind. Bankenunabhängige, konkurssichere Verbriefungen stellen hier die neue, kostengünstige Lösung dar.
Für größere Investoren erscheinen Managed Accounts als eine gute Lösung, da
diese das höchste Maß an Transparenz und Kontrolle ermöglichen. Sofern die
Plattform im europäischen Raum aufgesetzt ist, bieten Managed Accounts auch
für das derzeitige regulatorische Umfeld eine anerkannte Lösung sowie die beste
Vorbereitung auf die kommenden Solvency-II-Regeln.
Zusammenfassend kann man sagen: Der Begriff Hedgefonds ist in Deutschland zwar
nicht sehr beliebt. Das attraktive Rendite/Risiko-Profil eines konzentrierten
Baskets aus erstklassigen nicht-traditionellen Managern wird jedoch weiterhin
nachgefragt und kann mit einem anerkannt guten Track Record und der richtigen,
auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmten Investmentstruktur überzeugen.
Vita
Werner Humpert ist Bankkaufmann und Diplom-Kaufmann und verfügt über 20 Jahre
Erfahrung in der Kapitalanlage. Bei Prime Capital in Frankfurt leitet er den
Bereich Client Solutions, davor hat er im Wealth Management der UBS Deutschland
die Unterstützung der Niederlassungen bzgl. Beratungsprozess und
Vermögensverwaltung verantwortet.
Prime Capital AG ist ein unabhängiger Finanzdienstleister und Asset Manager mit
Sitz in Frankfurt und London. Für institutionelle Kunden werden professionelle
Dienstleistungen in den Bereichen Asset Management, Strukturierung, Risk
Management und Berichtswesen angeboten.
Mit verschiedenen Buchungsplattformen in Luxemburg und Offshore ist die Gesellschaft auf Managed Accounts und konkursfeste Verbriefungen spezialisiert. Im Asset Management liegt der Schwerpunkt auf alternativen Anlagen. Bislang wurden Assets in Höhe von ca. 5 Milliarden Euro strukturiert, verbrieft, gemanaget und auf Plattformen verbucht.
Kontakt
Tel.: +49 (0)69 9686 984 35
Email: werner.humpert@primecapital-ag.com
Web: www.primecapital-ag.com