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BAI vergibt den 1. Wissenschaftspreis im Bereich Alternative Investments in Deutschland
Der Bundesverband Alternative Investments e.V. (BAI) hat am 9. Juni in Frankfurt den ersten Wissenschaftspreis für exzellente wissenschaftliche Arbeiten im Bereich Alternative Investments vergeben.
Vier Preisträger wurden von BAI-Vorstandsmitglied Rolf Dreiseidler ausgezeichnet. „Wir freuen uns, dass bereits der erste BAI-Wissenschaftspreis zu einer so positiven Resonanz und einer solchen Vielzahl außerordentlich guter akademischer Arbeiten geführt hat“, sagte Dreiseidler.
In der Kategorie Dissertationen wurde die Arbeit von Dr. Christian Wegener prämiert. Sein Thema: „Hedgefund Returns: an assessment of their statistical properties, predictability and exposures to economic risks“. Wie der BAI mitteilt, entwickelt der Autor in der Arbeit innovative Prognosemodelle, welche die besonderen statistischen Renditeeigenschaften von Hedgefonds berücksichtigen und somit die Vorhersagegenauigkeit der monatlichen Performance konventioneller Ansätze signifikant verbessern.
In der Kategorie Masterarbeiten überzeugte Theresa Krimm mit ihrer Arbeit „Asset Allocation und Nachhaltigkeit in turbulenten Marktphasen“. Frau Krimms Schlussfolgerung lautet: Die Beimischung von nachhaltigen Investments trägt insbesondere unter Berücksichtigung verschiedener Marktphasen zu einer verbesserten Portfolioperformance bei. Ihre Begründung: Die Abhängigkeitsstruktur zwischen nachhaltigen Investments und anderen Assetklassen steigt in Krisenzeiten weniger stark an als dies bei nicht-nachhaltigen Aktienindizes zu beobachten ist.
In der Kategorie Bachelorarbeiten holte Florian Bandel mit dem Thema „Welche ökonomischen Effekte haben Private-Equity-Fonds in Deutschland?“ den Sieg. Auf Basis einer bisher einmaligen Panelregressionsanalyse hat er nachgewiesen, dass Private-Equity-Fonds durch signifikante Beteiligungseffekte auf die Corporate Governance, Profitabilität und Kapitalstruktur bei deutschen börsennotierten Portfoliounternehmen zu mehr Konsistenz im deutschen Finanzsystem beitragen. Ein weiteres Ergebnis seiner Studie ist, dass sich die Beteiligungseffekte von kontinentaleuropäisch und angelsächsich geprägten Private-Equity-Fonds unterscheiden.
Den Preis in der Kategorie Sonstige wissenschaftliche Arbeiten gewann eine Gemeinschaftsarbeit der TU München unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner. Die Arbeit mit dem Thema: „Value Creation Drivers in Private Equity: Empirical Evidence from Europe“ kommt zu der Kernaussage, dass Private-Equity-Fonds zwei Drittel der Wertsteigerung durch operative Verbesserungen im Portfoliounternehmen und Veränderungen der Bewertungs-Multiples generieren und ein Drittel durch Financial Engineering.
Auch im Jahr 2012 wird der BAI wissenschaftlich hervorragende Arbeiten prämieren. Weitere Informationen finden Interessierte unter der Rubrik Wissenschaftsförderung auf der Homepage des Verbandes www.bvai.de.